Die 7 Seligpreisungen in der Offenbarung
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. Die 7 Seligpreisungen in der Offenbarung
In
der ApokalypseEine
Enthüllung der besonderen Art
Nun finden wir im Buch der
Offenbarung viele siebener Einheiten. Eine Einheit dürfte vielen
noch unbekannt sein, weil sie in der Offenbarung sehr zerstreut
vorkommt. Es sind die sieben Seligpreisungen der Offenbarung. Auch
sie stehen mit den sieben Gemeinden in Verbindung und und auch mit
den sieben Frauen Davids werden sie verknüpft. Eigentlich sind es
nur sechs Seligpreisungen, die wir direkt zuordnen können, das liegt
daran, dass wir zu der ersten Seligpreisung nichts im ersten
Sendschreiben an Ephesus finden konnten. Wir hatten zu Beginn des
Studiums der Texte keine Erklärung dafür. Wir waren somit
aufgefordert, der Frage nachzugehen, warum wir die erste
Seligpreisung in Offenbarung 1,3 finden und dass noch vor der ersten
Erwähnung der Gemeinden. Ob wir dafür eine plausible Erklärung
finden? Schaun wir mal.
Die sieben Glückseligpreisungen in der Offenbarung
- Off. 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist, denn die Zeit ist nahe.
- Off.14,13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: Schreibe: Glückselig die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, auf dass sie ruhen von ihren Arbeiten, denn die Werke folgen ihnen nach.
- Off. 15,15 Siehe ich komme wie ein Dieb. Glückselig, der da wacht und seine Kleider bewahrt, auf dass er nicht nackt wandle und man seine Schande sehe.
- Off.19,9 Und er sprich zu mir: Schreibe: Glückselig, die geladen sind zum Hochzeitsmahle des Lammes.
- Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.
- Off.22,7 Und siehe, ich komme bald. Glückselig, der das bewahrt die Worte der Weissagung dieses Buches.
- Off.22,14 Glückselig, die ihre Kleider waschen, auf dass sie ein Recht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen.
Ephesus
Off. 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist, denn die Zeit ist nahe.
Wie wir bereits zu Beginn
sagten, haben wir keine Erklärung dafür, dass sich das erste
Glückselig von uns nicht direkt zuordnen lässt, wie das bei den
anderen sechs der Fall ist. Nun ist uns während der Abfassung des
Themas - Die sieben Frauen Davids - etwas sehr Grundlegendes
aufgefallen, was wir den Lesern auch mitgeteilt haben und das ist:
Ephesus repräsentiert den Zweitgeborenen. Nun haben wir zwar auch
gesagt, dass sich die letzten sieben Jahre immer auf Laodicäa
beziehen; das ist und bleibt auch richtig.
Und doch ist es Gottes Ziel,
am Ende dieses Zeitalters die Versammlung vom Charakter der Gemeinde
Ephesus, in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Damals hatte
Ephesus ein Problem, sie hatte die Erste Liebe verlassen. In dieser
Beziehungsstörung kommt wieder Bewegung. Noch befindet sie sich im
Zustand des Verlassenseins und das deutet auf Laodicäa. Was sagt der
Herr über die siebte Gemeinde? Sie ist arm. Der Herr empfiehlt ihr,
Gold zu kaufen.
Doch wie soll ein Armer, der
zudem nackt ist, das Geld dazu auftreiben. Trefflich besagt ein
deutsches Sprichwort: Einem nackten Mann kann man nicht in die
Taschen greifen. Was soll nun Laodicäa tun? Es gibt weltweit nur
ein gültiges Zahlungsmittel, um das angebotene Gold des Herrn zu
kaufen. Die Währung heißt: Sich-selbst-ganz-dem Herrn oder kürzer:
Sein-Knecht-sein. Mit Haut und Haaren sich an Jesus verkaufen. Mehr
geht nicht und weniger nimmt er nicht. Einen solchen Deal muss jeder
für sich selbst abschließen, um ewiges Leben zu bekommen. Nach dem
Kauf des Goldes ist ein Mensch vor Gott gerecht. Gold steht
metaphorisch für Gottes Gerechtigkeit und die hat einen Namen:
Jesus.
Mit dem Gold geht es dann
nach Ephesus. Und siehe da, da steht er wieder und in der Mitte, der
goldene Leuchter mit seinen sieben Flammen. Damit wäre die Erste
Liebe wieder hergestellt – Ω.
Da nun die erste
Seligpreisung in Vers 3 des ersten Kapitels steht, müssen wir davon
ausgehen, dass es sich an alle Knechte richtet, insbesondere an jene,
die sich an ihn verkauft haben (oder hatten sie nicht Ihn gekauft?).
Ephesus ist glückselig, weil der Herr, der goldene Leuchter, wieder
in der Mitte ist.
Übrigens: Sein Wort kann
man nur bewahren, wenn die kleine Kraft aus Philadelphia wirksam ist.
Smyrna
Off.14,13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: Schreibe: Glückselig die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, auf dass sie ruhen von ihren Arbeiten, denn die Werke folgen ihnen nach.
Das hört sich so richtig
hoffnungsvoll an. Noch im Brief an Smyrna schien die Gemeinde in
tiefe Depressionen gesunken zu sein, dem wirkt der Herr entgegen. In
besonderer Weise bringt er sich in Erinnerung, sagt ihr, dass er zwar
einmal gestorben ist, doch nun lebt, ewig lebt. Das Schönste an dem
obigen Vers ist, dass bereits die, welche im Herrn gestorben sein
werden, glückselig sind, noch bevor sie wieder auferstehen. Und die
Werke, die ihnen nachfolgen, sind jene, die durch ihre Arbeit zum
Glauben an Jesus gekommen sind, ebenfalls – nachfolgend- getötet
werden; weit und breit nur glückselige Tote. Die Ewigkeit fängt
schon gut an.
Übrigens: Die zehn Tage,
die Smyrna leidet, ist die Zeit von Sardes bis Pergamos. Sardes steht
für das erste Herbstfest, dem Posaunenhall und Pergamos für das
zweite Herbstfest, dem großen Sühnungstag. Mit Jom Kippur sind wir
bei der Gemeinde Pergamos angekommen.
Pergamos
Off. 15,15 Siehe ich komme wie ein Dieb. Glückselig, der da wacht und seine Kleider bewahrt, auf dass er nicht nackt wandle und man seine Schande sehe.
Ja, der Hohepriester kommt
zum Jom Kippur wie ein Dieb. Man stelle sich den heiligen Ort der
Stiftshütte vor. Der Hohepriester erscheint, bekleidet ist er nach
Gottes Anordnung mit Beinkleider, das sind Hosen. Sie dienen dazu,
dass unter keinen Umständen die Blöße aufgedeckt wird. Das
Bekleidetsein bildet einen Gegensatz, der in der Warnung des obigen
Verses enthalten ist. Niemand nackt wandle und man die Schande sehe.
Der Vers warnt zudem auch vor schmutzigen Kleidern. Sie gilt es rein
zu halten. In Off. 14,4 werden die Erstlinge beschrieben, die alles
richtig gemacht haben. Sie haben sich nicht mit Weibern befleckt, das
will sagen, sie haben weder wörtlich noch im übertragenen Sinn
Hurerei getrieben. Und so endet Off.14,4 mit der Feststellung: „Sie
sind tadellos“.
Thyatira
Off.19,9 Und er sprich zu mir: Schreibe: Glückselig, die geladen sind zum Hochzeitsmahle des Lammes.
Zum ersten Mal hören und lesen wir es
schwarz auf weiß. Die Geladenen zum Hochzeitsmahl, siehe Matthäus
25, stehen in Verbindung mit der Gemeinde Thyatira. Sie sind ein
ausdauerndes Zeugnis, hören wir nochmal
rein, was der Herr über diese Gemeinde sagte: Ich
kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben und deinen
Dienst und dein Ausharren, und weiß, daß deiner letzten Werke mehr
sind als die ersten. Thyatira hat offensichtlich gegen Ende noch
einen Zahn zugelegt und dennoch ist sie nicht müde geworden.
Thyatira repräsentiert die klugen Jungfrauen aus Matthäus 25.
Anmerkung:
Thyatira selbst ist nicht die Hure, dieses geheimnisvolle Wesen
treibt sich dort aber herum. Die Gemeinde hat die Tiefen Satans nicht
erkannt, doch auch das Geheimnis Babylon wird wird noch enthüllt.
Sardes
Off. 20,6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.
Der
Herr sprach einst zu Sardes: Du bist tot! Obwohl Sardes den Namen
hatte, dass sie lebt. In Offenbarung 20,6 spricht der Herr gar nicht
mehr über und zu den Toten, sondern nur noch über die Wenigen, die
heilig und glückselig sein werden. Diesen Wenigen versichert der
Herr, dass der zweite Tod keine Gewalt über sie hat und dass sie
Priester Gottes und des Christus sein werden und dass sie mit ihm
tausend Jahre herrschen. Auch hier der Verweis auf den zweiten Brief
des Johannes, um sich Klarheit zu verschaffen, wer Sardes ist.
Übrigens:
Die wenigen aus Sardes gehören zu den Priestern aus Offenbarung 1,
und dass ihre Priesterschaft hier auf der Erde ausüben, wird durch
die 1000-jährige Mitherrschaft betont.
Philadelphia
Off.22,7 Und siehe, ich komme bald. Glückselig, der bewahrt die Worte der Weissagung dieses Buches.
Ein
Geheimnis der Gottseligkeit liegt im bewahren seines Wortes, da nimmt
es nicht wunder, dass gerade in Freikirchen so sehr um den richtigen
Grundtext und seine Ausdeutung gestritten wird. Bitte aber mit
sachgerechten Mitteln. Vielleicht so etwas wie eine akademische
Wahrheitssuche? Wer aber den Bruder auflaufen lässt, ignoriert oder
sogar missachtet, der hat den geraden Weg des Herrn verlassen. Er
frönt damit seiner Fleischeslust Hochmut. Wer jedoch den Bruder
höher achtet, in Wort und Tat, höher als die eigenen Ansichten, der
hat das königliche Gesetz nicht vergessen. Die allzu Vergesslichen
aber haben sich im Spiegel des Wortes betrachtet und alsbald
entschwindet ihnen ihr Aussehen. Daher: Glückselig ist nur, wer Sein
Wort in Frieden bewahrt.
Laodicäa
Off.22,14 Glückselig, die ihre Kleider waschen, auf dass sie ein Recht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen.
Offensichtlich
trägt Laodicäa wieder Kleidung, nun muss sie darauf achten, dass
diese auch regelmäßig gewaschen werden, ansonsten haben sie kein
Recht am Baum des Lebens und schon gar nicht darf er oder sie in die
goldene Stadt mit Dreckwäsche eintreten. Wir erinnern uns? Gold
gleich Gerechtigkeit! Und weil das Waschen der Kleidung eine
persönliche Angelegenheit ist, heißt es immer wieder: „So wir
unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns
unsere Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
Schlusswort
Nach
diesen wenigen Zeilen werden wohl viele Ansichten und Meinungen
korrigiert werden müssen, aber das ist nicht weiter tragisch. Ist es
doch Gott, der all diese Dinge erst am Ende der Tage enthüllen
lässt. Sein Licht liefert uns in der zunehmenden Dunkelheit eine rechtzeitige Hilfe, um auf dem Weg, den wir gehen sollen, ordentlich
und fröhlich wandeln. Deshalb:
Betrübet
euch nicht, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.
Nehemia 8,10.
Berlin,
den 18. September 2026
©
Copyright H. Randy Rohrer
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