Paradigmenwechsel?
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. Paradigmenwechsel?
Um genau das ging es bei dem Fragenden, wenn er feststellt, dass wir - von Simson-project.com – auf eine andere Perspektive aufmerksam machen, die uns die Geschichten der Bibel eben auch erzählen, die er als „andere Heilsgeschichte“ bezeichnet, die aber keine andere ist. Seine Heilsgeschichte wurde durch bestimmte Muster geformt und geprägt. Es lässt sich vergleichen mit der Prägung einer Geldmünze, die in Form und Gestaltung unveränderbar gemacht wurde, als sie das erste Mal hergestellt und dann in Umlauf gebracht wurde. Und so nahm das Verständnis der Heilsgeschichte jene Form und Gestalt an, wie John Nelson Darby sie mit seinem Prototyp angefertigt hatte. Seit dieser Zeit verteilt man fleißig Darby-Münzen. Die andere Münze, um im Bild zu bleiben, die von Mills Newton, wurde von Darby für wertlos erachtet und verächtlich gemacht.
Schon damals durfte man keine andere Meinung haben und andere Münzen in Umlauf bringen. Sobald man eine weniger bekannte Münze mit anderer Prägung in Umlauf bringt, wird sie bis heute vor allem von vielen sogenannten Frommen als „völlig irrig“ betrachtet. Uns geht es nicht darum, die Münzen Darbys oder Newtons zu bewerten, wir wollen ausschließlich darauf aufmerksam machen, wie unveränderlich Prägungen durch den „christlichen Mainstream“ in und auf uns wirken.
Steht auf einer Münze – Allegorie – wird sie von sogenannten Münzexperten für wertlos erachtet. Ohne sich die Mühe zu machen, die Münze genauestens unter die Lupe zu nehmen, verachten sie den Schatz schon beim Stichwort: Allegorie. Würden sie die Muster und Feinheiten genauestens untersuchen, könnten sie erkennen, welch unermesslichen Wert sie in der Hand halten.
Das Neue ist nicht neu
Wie in der Archäologie, so überraschen auch Ausgrabungen aus den Texten der Bibel immer wieder, das haben Neuentdeckungen so an sich. Daher muss man neue Antiquitäten genaustens unter die Lupe nehmen, auch das ist mit viel Mühe und Arbeit verbunden, und so graben wir nicht nur, sondern unterziehen unsere Entdeckungen einer gründlichen Untersuchung. Das unsere zahlreichen Entdeckungen sich harmonisch ineinanderfügen, liegt daran, dass die von uns erkannten Strukturen ein stabiles Gerüst bilden, zudem sichern wir sie durch Leitplanken ab. Auf diesen Weise wird verhindert, dass wir über von der Fahrbahn abkommen und über das Ziel hinausschiessen. Die wichtigsten Leitplanken sind Texte, die so einfach und klar sind, dass sich unsere Interpretation daran orientieren muss. Auf keinen Fall dürfen sie im Widerspruch zu eindeutigen Aussagen stehen. Den Rahmen unserer Studien bilden ausschließlich die 66 Bücher der Bibel. Den biblischen Kanon und die Reihenfolge seiner Bücher, wie in der Elberfelder, halten wir für inspiriert. Nur diese Texte studieren wir. Die Ergebnisse formulieren wir schriftlich und veröffentlichen sie.
Wir gehen niemals mit einer vorgefertigten Meinung, Vorstellung oder Lehrsystem an unsere Arbeit, sondern fragen uns immer: Was steht da? Was wird uns erzählt und was bedeutet der Text für uns heute, die wir in der Endzeit leben.
Unberührt unserer Perspektive auf die Erzählungen bleibt unser Glaube an das Evangelium, welches der Apostel Paulus gepredigt und in seinen 14 Briefen bezeugt, erklärt und uns als verbindliche Richtschnur hinterlassen hat. Wir bauen, wie jeder andere es auch tut, auf dieser Grundlage gemäß seiner Anleitung. Wir von simson-project.com wollen nur mit den kostbarsten Baumaterialien arbeiten, wie z.B. mit Gold und Silber. Zudem verwenden wir sein Kupfer, seinen blauen und roten Purpur, das Karmesin und den Byssus, sein Öl und die Gewürze, um ein duftender Wohlgeruch für Gott zu sein. Alle diese Materialien finden sich bereits in 2. Mose 25. Sie lassen sich chronologisch den 14 Briefen des Apostels Paulus zuordnen und das bedeutet, das entsprechende Material muss als Themenüberschrift den 14 Briefen vorangestellt werden.
Aber es gibt was fremd und doch nicht unbekannt ist
Der Apostel Petrus schreibt den Fremdlingen von der Zerstreuung, auch mit seinem zweiten Brief. Er sagt: „Indem ihr dies zuerst wisset, dass keine Weissagung der Schrift von eigener Auslegung ist.“ 2.Petr.1,20. Die Aussage von Petrus dürfte unter den Evangelikalen Allgemeingut sein. Man ist sich einig: Eine Schriftstelle kann nur mit anderen Schriftstellen richtig ausgelegt werden.
Was den Paradigmenwechsel auslöst
Es sind die Eindeutigkeiten, die durch die entdeckte Struktur zum Vorschein kommen. Die Übersetzungen der Namen des Alten und auch des Neuen Testament sind bedeutsam für den entsprechenden Vers, den Textabschnitt, das Kapitel oder das Buch. Diese Erkenntnis hatten auch schon viele vor uns, auch dass die Wortwurzeln der Namen und Begriffen notwendig sind, um die Texte richtig zu verstehen und dann geistlich bzw. bildlich zu deuten, wussten die Gelehrten vor uns ebenfalls.
Was sie aber nicht wussten: Die Bibel ist viel engmaschiger ineinander verflochten und das mit einem einfachen System; das war und ist ihnen unbekannt und auch wir wussten nichts davon. Doch dann ließ uns Gott dieses unsichtbare Geflecht entdecken. Es ist gradlinig, völlig unkompliziert und trotz seiner Fülle leicht zu erlernen. Es lässt sich mit zwei Arbeiten veranschaulichen:
- dem Erstellen eines Grundgerüsts wie bei einem Stahlbetonbau, bei dem wir zu Beginn des Bauens nur die Betonpfeiler und -verstrebungen sehen,
- das Hinzufügen der Einzelteile, ähnlich wie bei einem Puzzle. In der Regel sucht man sich ein Puzzleteil mit einer Ecke aus und fährt dann fort, die nächsten Puzzleteile zu suchen und anzulegen.
Was man nicht machen darf, Puzzleteile von woanders nehmen. Es mögen dann verschiedene Einzelteile perfekt ineinander passen, aber wenn man sich am Ende das Werk anschaut, sieht man ein unklares Gebilde. Offensichtlich haben theologische Puzzlespieler anders gepuzzelt; auf Grund ihrer Erkenntnis legten sie Teile dort an, wo sie ihnen zu passen schienen, doch je mehr das Ganze Gestalt annimmt, erkennt man unscharfe Konturen, Risse, Lücken und manches mehr.
Falsche Prägungen durch magelhafte Lehre
Gnadenzeit
Wenn allerorts gepredigt wird, dass die Gnadenzeit mit der Entrückung endet, dann sagen wir, das stimmt nicht, es widerspricht Gottes Art zu handeln. Das sehen wir bereits im ersten Buch Moses. Gott entrückte Henoch und viele Jahre später rettete er Noah. Und selbst zu Noahs Zeiten konnten die Menschen erkennen, wie lange es noch in etwa dauern könnte, bis die Gerichtsdrohung vielleicht eintritt und zwar an der Arche. Jeder Fortschritt am Bau rückte den Gerichtstag näher. Und auch nach dem die Arche fertiggestellt war, konnten sie sehen, wie die Tiere sich vor dem Rettungsmittel versammelten und dann paarweise einstiegen. Nein, die Flut war kein Ereignis wie der Blitz aus heiterem Himmel, die Verdüsterung vollzog sich langsam, aber stetig. Erst als die Tür geschlossen wurde, von Gott selbst verriegelt, von da an ging es schnell und es gab für die Menschen kein Entrinnen mehr.
Was sagte der Herr dazu? Und gleichwie es in den Tagen Noahs geschah, also wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet, bis zu dem Tage, („bis zu dem Tag“ sei hier fett unterstrichen), da Noah in die Arche ging (und er ging als Letzter), und die Flut kam und alle umbrachte. Wie lange dauerte damals die Gnadenzeit? Bis zu dem Tag, an dem Noah hinter der Tür verschwand.
Wer den Unsinn verzapft hat, die Gnadenzeit würde mit der Entrückung enden, wissen wir nicht, dass sie eine Irrlehre ist, lässt sich an der Geschichte Noahs erkennen, nicht aus dem hohlen Bauch heraus. Auch Jesu Erwähnung der Tage Lots sprechen die gleiche Sprache. Lot wurde von den Boten mit sanfter Gewalt aus der Stadt geführt und noch am selben Morgen kam das „Feuer“.
Die Gnadenzeit zieht sich in die Länge
Mit der Entrückung endet nicht die Gnadenzeit, was aber endet, ist die Zeit des Erstgeborenen, auf den wir noch zu sprechen kommen. Nun ist die Entrückung ein heilsgeschichtlich einschneidendes Ereignis. Die Christen, wir sprechen von Menschen, die mit Herz und Verstand dem Evangelium gehorchen und glauben, verlassen passiv, in Bruchteilen einer Sekunde, die Erde, weil der Herr Jesus sie zu sich zieht. Mit diesem Ereignis wird der Auftrag, das Evangelium zu predigen, wieder an die Juden zurückgegeben.
Das Evangelium von Paulus unterscheidet sich von dem Evangelium des Reiches dadurch, dass die Stellung der dann Glaubenden eine andere ist, aber alle, die an das Evangelium glauben, bekommen ewiges Leben, so wie heute vor der Entrückung, so auch nach der Entrückung, daran ändert sich nichts. Dennoch müssen Unterscheidungen vorgenommen werden. Da bilden z.B. die einen die Braut, andere sind Freunde des Bräutigams und eine dritte Gruppe bilden die Nationen.
Frage: Hat die Gnadenzeit mit der Entrückung geendet?
Ziehen wir theoretisch einmal in Betracht, dass die Entrückung mit der Wiederkunft in etwa zusammenfällt, so wie es deren Befürworter erklären, dann würde auch bei dieser Interpretation sich die Frage stellen: Endet die Gnadenzeit bei der Entrückungswiederkunft oder nicht? Die Wiederkunft Jesu ist sein sichtbares Erscheinen, sie findet ihren Höhepunkt am Jom Kippur. An diesem Tag wird Sühnung getan. Jesus trennt als Hoherpriester die Schafe von den Böcken. Dem Sühnungstag folgt dann das Fest der Laubhütten unter der Herrschaft des Königs der Könige. Es wird eine priesterliche Königsherrschaft sein, an dem Israel einen großen Anteil haben wird. Das ist es, was Jakobus, der Halbruder des Herrn, in Apostelgeschichte 15 meinte, als er vor aller Ohren sprach:
„Simon hat erzählt, wie Gott zuerst die Nationen heimgesucht hat, um aus ihnen ein Volk zu nehmen für seinen Namen.“
Das griechische Adverb für „zuerst“ lautet: proton (πρωτον) und das lässt sich übersetzen mit: zuerst, anfänglich aber auch erstrangig. Proton deutet damit auf den Erstgeborenen, auf den wir weiter unten noch zu sprechen kommen. Jakobus fährt fort in seiner Rede und sagt:
„Und hiermit stimmen die Worte der Propheten (Plural beachten) überein, wie geschrieben steht.
Jakobus nennt die Propheten nicht mit Namen, die dies explizit sagen, daher ist es unser aller Aufgabe, danach zu suchen. Aber Jakobus zitiert eine Stelle, die das Gegenbild deutlich macht. Vers 16:
„Nach diesem
Das ist eine Phrase, die mindestens dreimal in der Offenbarung von Johannes verwendet wird, dazu später noch wichtige Details.
will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids
Nach diesem baut der Herr das priesterliche Königtum Davids wieder auf, das wird gesehen, wenn der Herr in Offenbarung 1 als Hoherpriester erscheint inmitten der sieben goldenen Leuchter.
die verfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten;
Jakobus spricht nicht vom zweiten Tempel, denn der stand zu seiner Zeit noch in voller Pracht, aber auch nicht von einem jüdischen dritten Tempel Vers 17:
„damit die übrigen der Menschen den Herrn suchen,
Wer sind die übrigen der Menschen, die den Herrn (dann) suchen sollen?
und alle Nationen über welche mein Name angerufen ist, spricht der Herr, der dieses tut“, was von jeher bekannt ist.
Heute nicht mehr bekannt.
Das Thema ist viel zu wichtig, als dass wir gleich zum nächsten Punkt kommen, daher lesen wir nochmals den Text aus Apostelgeschichte 15, diesmal ohne erläuternde Hinweise. Anschließend gehen wir auf wichtige Aspekte genauer ein.
Nachdem sie aber ausgeredet hatten, antwortete Jakobus und sprach: Brüder, höret mich! Simon hat erzählt, wie Gott zuerst die Nationen heimgesucht hat, um aus ihnen ein Volk zu nehmen für seinen Namen. Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: "Nach diesem will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids, die verfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten; damit die übrigen der Menschen den Herrn suchen, und alle Nationen, über welche mein Name angerufen ist, spricht der Herr, der dieses tut", was von jeher bekannt ist.
Interpretation der Rede des Jakobus in Apostelgeschichte 15
Apg. 15,13
Nachdem sie aber ausgeredet hatten, antwortete Jakobus und sprach: Brüder, höret mich!
Jakobus, der Halbruder des Herrn, nahm eine besondere Rolle ein, er war in der ersten Gemeinde Jerusalems eine wichtige Stütze und Autorität, deshalb konnte er nach den vorausgegangenen Wortgefechten sagen: „Brüder, höret mich!“ Und sie hörten auf ihn und spitzten ihre Ohren.
Apg. 15,14
„Simon hat erzählt, wie Gott zuerst die Nationen heimgesucht hat, um aus ihnen ein Volk zu nehmen für seinen Namen.“
Der zweite Satz bildet das Herz der Rede, auf der Jakobus dann seine Argumentation aufbaut. Gott hat zuerst die Nationen heimgesucht! Damit bestätigt er als Jude den Vorrang der Gesammelten aus den Nationen, nicht nur zeitlich, sondern mit proton deutet er auch ihre Vorrangstellung an. Er bekräftigt dies mit dem Hinweis auf die Propheten, d.h., Gott hat bereits im Alten Testament davon gesprochen, dass er sich aus den Nationen eine Gruppe sucht für seinen Namen.
Frage: Ist das die „Versammlung des lebendigen Gottes“ oder etwas anderes?
Wenn Jakobus sagt, dass sich Gott aus den Nationen ein Volk für seinen Namen erwählt, dann deutet dies auf die Worte des Herrn in 2.Mose 13, der zu Mose sprach: „Heilige mir alles Erstgeborene, was aus dem Mutterleib hervorbricht unter den Kindern Israel, an Menschen und an Vieh. Es ist mein!“ - Gott nimmt sich, gleichwie Jakobus sagt, aus den Nationen ein Volk für seinen Namen, damit sie Sein sind. Und genau diese Seinen bilden die Versammlung der Erstgeborenen, so bezeichnet in Hebr. 12,23. Im zwölften Kapitel des Briefes, in Vers 21, spricht der Apostel Paulus von einer allgemeinen Versammlung, die er als Paneguris bezeichnet, das ist die „öffentliche Versammlung“. Kommt er auf die Versammlung der Erstgeborenen zu sprechen, dann verwendet er für das Wort Versammlung das griechische Wort Ekklesia. Und genau diese Ekklesia ist die Ekklesia der Erstgeborenen und diese wird vorzeitig entrückt.
Die Erstgebornen werden im Alten Testament besonders durch Ephraim beschrieben, den Jakob adoptierte und dann auch noch zum Erstgeborenen machte vor Manasse. Bereits vor dem eigentlichen Segen sagt Jakob über Ephraim: Doch wird sein jüngerer Bruder – das ist Ephraim – größer sein als er, (größer als Manasse). Der Same Ephraims wird eine Fülle von Nationen werden. Und dann hören wir den Segensspruch Jakobs: „In dir wird Israel segnen und sprechen: 'Gott mache dich wie Ephraim und wie Manasse!' Und Jakob setzte Ephraim vor Manasse.“ Die Vorrangstellung Ephraims wird hier unseres Erachtens nach sehr zärtlich formuliert: „Und er setzte Ephraim vor Manasse.“
Einmal hörten wir von jemanden sinngemäß sagen: Zwischen Ephraim und Manasse hat es niemals wegen des Erstgeburtsrechts irgend welche Missstimmungen gegeben. Und er hat recht. Das zärtliche und liebevolle Band der Zwillinge hält für alle Ewigkeiten. (siehe dazu: Die sieben Frauen Davids
Bei welchen Propheten finden wir weitere Hinweise über die Stellung des Erstgeborenen? Jakobus könnte in seiner Rede auch an Henoch gedacht haben, dem Siebten auf Adam. Die Bedeutung seines Namens sei uns ein wichtiger Hinweis, denn in Henochs Namen blinzelt der Erstgeborene durch. Henoch bedeutet: eingeleitet und zweckbestimmt, engagiert, geweiht, hingebungsvoll. Die Wortwurzel erklärt weiter: verengen, eingrenzen; im übertragenen Sinn: einweihen, erziehen.
Der Übersetzung des Namens lässt sich entnehmen: Mit diesem (Henoch) leitet der Herr die Endphase ein, dazu wurde er entrückt und dazu ist er bestimmt worden, als Geweihter engagiert und hingebungsvoll zu dienen, so wie auch schon zu seinen Lebzeiten. Deshalb lesen wir von Henoch: „Er wandelte mit Gott.“
Und jetzt lasst uns hören, was der Prophet Jeremia in Kapitel 31 schreibt. In Vers 7 fordert Gott uns Christen auf: „Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzt ihr Häupter der Nationen! Lobsinget laut und sprecht: Rette dein Volk, Herr, rette den Überrest Israels!“ „Siehe, ich bringe sie aus dem Land des Nordens und sammle sie von dem äußersten Ende der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende allzumal; in großer Versammlung kehren sie hierher zurück.“
Bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert kehrten die Juden nach Israel zurück und nach dem Holocaust kamen sie weinend in Scharen und nach dem 7. Oktober 2023 dürften ebenfalls viele Tränen gefloßen sein unter denen, die in Israel Wohnsitz genommen haben. Es ist wahr, noch sind Blinde und Lahme unter ihnen, aber Gott wird sie sehend machen. Der Herr beobachtet ihre Rückkehr und sieht: „Mit Weinen kommen sie“. Das bewegt Sein Herz und so bleibt der Herr nicht untätig. Er lässt uns wissen: „Unter Flehen leite ich sie.“ Er leitet sie, auch wenn sie es noch nicht wahrnehmen.
Für unsere Blinden nochmals zum Mitschreiben: Unter Flehen leitet der Herr Israel.
Und Gott arbeitet weiter, er hört ihre Gebete, mögen sie noch so einfach und schlicht und ohne Erkenntnis sein, er geleitet sie bis zum heutigen Tag. Und Gott will noch mehr; er sichert ihnen zu: „Ich führe sie zu Wasserbächen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht straucheln werden.“ Darüber lasst uns freuen mit großer Freude über die Liebestaten Gottes. Und dann wird der Tag kommen, an dem der Herr zu seiner Freude feststellt: „Ich bin Israel zum Vater geworden.“ Barmherzig, geduldig und gnädig ist Er, viel mehr als ein irdischer Vater es kann. In all der Freude und dem Trost teilt er ihnen zudem mit: „Und Ephraim ist mein Erstgeborener.“ Ob sie diesen Hinweis heute schon verstehen? Na, an den vielen Unterstützungen und Hilfen und an den Gebeten für Israel könnten sie ihn bereits erkennen. Nicht alle Christen gehören zum Erstgeborenen - Ephraim, es dürfte eine Minderheit sein. Aber wie weiter oben gesagt: Es besteht ein Band zwischen ihnen und Ephraim, das sie beide in Ewigkeit miteinander verbindet. Nochmals den Link, der das Band andeutet.
Nun sind wir (die Autoren) davon überzeugt, dass Gott nach der Entrückung des Erstgeborenen (Ephraim), den Zweitgeborenen (Manasse) ausrüstet mit allem, was er zum Dienst an Israel und an den Nationen benötigt, um das Evangelium des Königreiches auf der ganzen Welt zu verkündigen.
Apg. 15,15-16
Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: "Nach diesem will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids, die verfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten;
Offenbarung – Die Phrase: nach diesem
Jakobus geht davon aus, dass die versammelte Ältestenschaft, vor der er steht, weiß, wovon er spricht, wenn er den Propheten Amos zitiert. Er beginnt mit den Worten: „Nach diesem“, das ist ein sprachlicher Ausdruck, den wir in der Offenbarung finden und immer dann verwendet wird, wenn von einem bestimmten Zeitabschnitt und dessen Ende die Rede ist und sich ein Neues daran anschließt.
In diesem Sinne verwendet Jakobus den Ausdruck „nach diesem“. Die Erstgeborenen werden zuerst gesammelt und – nach diesem – wird die Hütte Davids wieder aufgerichtet. Das sich die Sammlung der Erstgeborenen über 2000 Jahre hinziehen würde, wusste niemand, aber im Rückblick lässt sich durch das Studium der Schriften sagen: Es mussten 2000 Jahre vergehen, denn erst nach diesen vielen Tagen werden die Erstgeborenen entrückt und anschließend die Hütte Davids wieder aufgebaut.
Wer baut die Hütte Davids wieder auf?
Sehen wir uns jetzt die Phrase – nach diesem – in der Offenbarung an. In Kapitel eins sagt der Herr in Vers 19: Schreibe nun, was du gesehen hast, und was ist, und was „nach diesem geschehen muss“. Mit der Phrase „nach diesem“ lässt sich in der Offenbarung noch nicht bestimmen, was der Herr tatsächlich meint. Das „was du gesehen“ bezieht auf die Vision im ersten Kapitel. Das „was ist“ bezieht sich mindestens auf die Kapitel 2 und 3; nach unserem Verständnis auch auf 4 und 5. Wir gehen gleich noch genauer darauf ein. Der letzte Teil lautet „was nach diesem geschehen muss.“ Nehmen wir den gesamten Ausdruck: „was nach diesem geschehen muss“, und gehen auf Spurensuche, um herauszufinden, was „nach diesem geschehen muss.“
Nach dem Johannes die sieben Briefe verfasst und versendet hat, sieht er, wie eine Tür im Himmel aufgeht und gleichzeitig hört er von dort eine Stimme, die ihn auffordert, nach oben zu kommen. (Das ist nicht die Entrückung, die in 1.Thess. 4 mit dem Wort harpazo (αρπαζω) beschrieben wird. Harpazo bedeutet: ergreifen, ziehen und das mit Gewalt.) Johannes wird nicht mit Gewalt nach oben gezogen, er wird aufgefordert, nach oben zukommen, und unversehens ist Johannes im Geiste.
Das „im Geiste sein“ erlebte auch der Prophet Hesekiel und dann auch noch mehrere Male. Im Geiste sein heißt, sich temporär in einem anderen Zustand zu befinden. Die aber dauerhaft entrückt werden, die werden zuvor, wie in 1.Kor. 15, ab Vers 35, beschrieben, dauerhaft verwandelt. Auch wenn in 1.Kor. 15 die Entrückung kein Thema ist, so beschreibt Paulus dennoch den Zustand vor der Entrückung und die Verwandlung zur Unverweslichkeit. Paulus erklärt aber auch die Verwandlung jener Gläubigen, die auf der Erde bleiben und niemals in den Himmel entrückt werden. Daher: In 1.Korinther 15 geht es grundsätzlich um die Verwandlung vom Verweslichen zum Unverweslichen und der damit verbunden Herrlichkeit und die hatte Johannes nicht, er war ausschließlich im Geiste.
Nun denn, nach dem Johannes im Geiste ist, sieht er im Himmel einen Thron und einen, der auf diesem Thron sitzt. Die Szenen, die ab Kapitel 4,2 beschrieben werden, sind Ereignisse, die nichts mit der Phrase „was nach diesem geschehen muss“ zu tun haben, auch deshalb nicht, weil in der Phrase eine zwingende Notwendigkeit zum Ausdruck kommt, die sich aber erst ab Kapitel 6 abzeichnet.
Was Johannes sieht, sind himmlische Herrlichkeiten. Er sieht die Dinge und er hört die Dinge: Er sieht Jesus und die 24 Ältesten, sieht sieben Fackeln, ein gläsernes Meer und die vier lebendigen Wesen; und was Johannes hört, sind auch keine Dinge, „die geschehen müssen“, sondern dürften Alltag im Thronsaal sein. Die Anwesenden geben dem dreieinigen Gott Lob, Preis und Anbetung.
In Kapitel 5 erhält Johannes Hintergrundinformationen. Er wird vorbereitet auf die Dinge, die er dann in Kapitel 6 hört und sieht. Damit bildet Kapitel 6 den Anfang von dem, was mit der Phrase „was nach diesem geschehen muss“ ausgedrückt wird.
Als Jakobus den Ältesten und Führern der Gemeinde zu Jerusalem aus dem Propheten Amos zitiert, anfangend mit der Phrase: „Nach diesem“, dann deuten seine Worte auf Offenbarung 6,1-2, die von der Wiederaufrichtung der Hütte Davids sprechen. Und dies nimmt seinen Anfang, als Johannes hört, wie das erste lebendige Wesen mit einer Donnerstimme sagt: „Komm!“ Es ruft mit lauter Stimme der Cherub mit dem Angesicht eines Adlers das weiße Pferd. Und der darauf sitzt, ist Jesus, der König Israels. Er wird siegend siegen und in diesem Krieg sein priesterliches Königreich aufrichten.
Gott erlaubt, ja, er ruft ihn sogar, den Widersacher der Juden, Smyrna zu prüfen, gleich wie Gott dem Satan auch erlaubte, Hiob zu prüfen. (Weitere Info über die vier apokalyptischen Reiter findet man hier: Teil 1 und Teil 2)
Wir stellten oben die Frage: Wer richtet die Hütte Davids wieder auf? Es ist der Herr selbst und wie er das tut, erzählen wir weiter unten.
Apg. 15,17
damit die übrigen der Menschen den Herrn suchen, und alle Nationen, über welche mein Name angerufen ist, spricht der Herr, der dieses tut",
Die Übrigen der Menschen
Auch dieser Abschnitt der Rede des Jakobus ist bemerkenswert. Während durch den Weißen Reiter die Juden (Manasse) getrieben werden, das Evangelium auf der ganzen Welt zu predigen, hat ihre Verkündigung eben auch den Zweck, dass die „übrigen Menschen“ den Herrn suchen. Und was noch erstaunlicher ist, es sind auch jene Nationen darunter, die bereits zum Herrn beten, das drückt Jakobus mit den Worten aus: „über welche mein Name angerufen wird. Das sind solche, die den Herrn Jesus zwar anrufen, aber noch nicht gefunden haben, d.h., sie haben keine persönliche Beziehung zu Jesus. Das soll sich ändern durch die Verkündigung des Evangeliums des Reiches. Der Herr will sich von jedem Suchenden finden lassen. Die Anzahl der Bekehrungen wird in der Zeit des Weißen Reiters rasant ansteigen. Die Bekehrten werden den Namen Jesus nicht verleugnen, sondern ihn bezeugen bis in den Tod, das wiederum wird viele andere ermutigen, an Jesus zu glauben. Und das alles bewirkt der Weiße Reiter auf seinem weißen Pferd.
Apg. 15,18
Was von jeher bekannt ist.
Was war von jeher bekannt?
Auch die Schlussworte von Jakobus sind erstaunlich, wenn er sagt, dass dies alles von jeher bekannt war. Wenn wir Jakobus richtig verstehen, dann will er sagen: Es war von jeher bekannt, dass die Hütte Davids lange Zeit in Trümmern bleiben musste; es war auch von jeher bekannt, dass Gott sich zuerst die Vollzahl aus den Nationen sammelt; und es war von jeher auch bekannt, dass durch die Predigt der Juden (Manasse) auch viele aus den Nationen zum wahrhaftigen Glauben finden werden.
Schon in 5.Mo.33,3 konnten es alle lesen: „Ja, der Herr liebt alle Völker.“ Und deshalb wird ihnen nochmals das Evangelium gepredigt. Auch konnte man wissen: „Alle seine Heiligen sind in seiner Hand“. Etwas davon sieht Johannes in Offenbarung 1,16. Er sieht die Ekklesia der Erstgeborenen in der Hand des Herrn: „Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne.“ Und in Joh. 10, 28-29 macht der Herr Jesus klar, dass jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben bekommt und bei ihm in Sicherheit ist: Niemand wird sie aus seiner Hand rauben und auch nicht aus der Hand des Vaters.
Darum sagte Jesus auch: „Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen“. Wir erinnern nochmals daran, dass Jesus nicht vom Evangelium des Apostels Paulus sprach, sondern vom Evangelium, welches Johannes der Täufer und Jesus selbst gepredigt haben. Auch dann bleibt die ganze Heilige Schrift gültig und ist Richtschnur für die Gläubigen, die auch in dieser Zeit Christen genannt werden.
Und so, wie wir die Rede des Herrn verstehen, endet das Evangelisieren in Judäa mit dem Aufstellen des Gräuels der Verwüstung. Matth. 24,15. Von diesem Zeitpunkt an sollen die, die sich in Judäa aufhalten, fliehen. Wer flieht, hat keine Zeit mehr, das Evangelium zu predigen, sondern er soll gemäß der Anweisung Jesu sich sofort und eilends davonmachen und in die Berge fliehen, um sein Leben zu retten. Auch Lot sollte sich schnellstens aufmachen und in die Berge fliehen.
Die Hütte Davids
Der Zweitgeborene (Manasse) wird nicht die verfallene Hütte Davids aufrichten, er predigt das Evangelium des Reiches, dadurch aber wird die Hütte Davids durch den Herrn errichtet. Dazu Näheres weiter unten. Eines ist sicher: Der Herr errichtet keinen dritten jüdischen Tempel!
Dazu lese man Offenbarung 21, ab Vers 9. Ein Engel zeigt dem Johannes die Braut des Lammes, sie wird als Stadt dargestellt mit einer hohen und breiten Mauer und 12 Toren. Von den Toren heißt es, dass auf ihnen die Namen der 12 Stämme der Söhne Israels stehen. Mauer und Tore bildet den äußeren Rand der Stadt. Mit den Toren wird angezeigt, dass der Zutritt nur durch die Heiligen, die aus Israel kommen, möglich ist. Daraus schließen wir, dass die Braut des Lammes, als Stadt dargestellt, aus drei Gruppen besteht; und das können wir vom Zelt der Zusammenkunft ableiten.
Die Stiftshütte besteht aus drei Teilen, aus dem Vorhof, dem Heiligtum und dem Allerheiligsten. Im Allerheiligsten sehen wir den Thron Gottes, das ist der Deckel, aus reinem Gold, dann die Lade aus Holz, überzogen mit Gold. Das Gold symbolisiert immer Gerechtigkeit. Auch die Geräte im Heiligtum sind aus Gold, aber auch Silber kann gesehen werden. Das Silber steht für Heiligkeit und Reinheit, deshalb finden wir das Silber auch in der Umzäunung des mobilen Heiligtums.
Im Vorhof selbst stehen die Geräte, die aus Kupfer gefertigt sind. Kupfer hat die Farbe sonnengebräunter Haut, steht somit für den ganzen Menschen. Das Metall steht aber auch für den Dienst, der durch die kupfernen Geräte dargestellt wird, insbesondere der Altar, auf den die Opfer dargebracht wurden, damit ein Mensch rein und heilig wird. In diesem neuen Zustand durfte sich der Mensch ohne Furcht vor Gott, ihm nahen durch Gebet, Dank und Anbetung.
Die Söhne Rahels bilden die Stiftshütte. Benjamin steht für den Vorhof, Manasse für die mehr sichtbaren Dinge des Zeltes, sichtbar von außen, und Ephraim steht mehr für das innere des Zeltes, das sind die Dinge, die nicht von außen gesehen werden können.
Jene Teppiche, die das Zelt bedecken und aus 11 Teilen miteinander verbunden sind, deuten die Verbundenheit von Manasse und Ephraim an. Nicht vergessen, Manasse repräsentiert die zwölf Stämme, aber auch Benjamin repräsentiert die zwölf Stämme. Der Unterschied zwischen ihnen besteht darin, dass Manasse für jene steht, die direkt aus dem Samen des Messias geboren werden, während Benjamin mehr die Vaterschaft Jakobs betont und die leibliche Bruderschaft zwischen ihm und Joseph (der ein Schattenbild des Messias ist).
Der Vorhof ist mit weißem Byssus umgezäunt, dem siebten Material, das wir der Liste aus 2.Mo.25 entnehmen und dem siebten Brief des Paulus, den an die Kolosser, zuordnen; den wiederum ordnen wir der siebten Gemeinde aus Offenbarung 3 zu, der Gemeinde Laodicäa.
Aus dem Brief an diese Gemeinde erfahren wir, Laodicäa ist nackt, ihr fehlt die weiße Bekleidung aus Byssus. Aus diesem Grund macht sich der Weiße Reiter auf, ihr diese feine und reine Bekleidung zu bringen. Der Weiße Reiter wird mit jenem lebendigen Wesen assoziiert, welches das Angesicht eines Adlers hat. Deshalb heißt es im Brief an die Hebräer (dem 14. Brief des Paulus): „Sehet zu, dass ihr den nicht abweiset, der da redet! … der von den Himmeln her redet!“ Auch das Evangelium des Johannes, das gleichfalls mit einem Adler assoziiert wird, erzählt uns gleichsam das Evangelium vom Himmel her.
Die wichtigsten Themen des Evangeliums nach Johannes sind: das Passah, das Laubhüttenfest, die Gottes-Sohnschaft des Messias, die Gleichheit von Vater und Sohn und die Arbeiten des Heiligen Geistes; und versteckt lässt sich dabei die Aufrichtung der Hütte Davids erkennen:
- Vorhof – in den Kapiteln 1-12;
- Heiligtum – die Kapiteln 13 bis 16;
- Allerheiligste – in Kapitel 17.
Anschließend, ab Kapitel 18, geht es zurück in den Vorhof und zwar bis Kapitel 20. Kapitel 21 kündigt die dritte und letzte Runde auf der Postroute Kleinasiens an, wenn der Weiße Reiter und seine Jünger den großen Fischfang machen. Allerdings müssen die Fische durchs Feuer, das der Herr selbst auf dem Sand am Meer vorbereitet hat.
Dieses Skript haben wir erstellt, um nochmals den Hirten und Lehrern der Gemeinden die Dinge zu vorzustellen und den Einfaltspinseln die Dinge zu erklären, die immer gleich Mord und Zeder schreien bei Dingen, die sie nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Daran sind jene Lehrer schuld, die falsche Münzen in den Umlauf brachten und die echten verächtlich machten. Falsch geprägt ist auch eigene Schuld, weil man nicht geprüft und andere Sichtweisen zumindest hat stehen lassen.
Der Fokus auf den Erstgeborenen mag heute zwar neu, aber, wie wir darlegten, war das zur Zeit der ersten Gemeinde sehr wohl bekannt, wie Jakobus ausführt Seht euch den Erstgeborenen Josua an (aus dem Stamme Ephraim), oder auch den Richter, Priester und Propheten Samuel, (ebenfalls aus dem Stamm Ephraim). Bei zahlreichen Personen des Alten Testament lässt sich feststellen, das Schattenbild des Messias kommt häufig aus dem Stamm Ephraim. Nicht umsonst wird der Herr immer wieder genannt: der Sohn Josephs. Und selbst im ersten Buch der Chronik, in Kapitel drei, wird erzählt, dass es da einen gibt, dem Gott eine besondere Rolle zugedacht hat. Dies wird uns allerdings nach dem Charakter des Buches mitgeteilt, im Telegrammstil: „Und die Söhne Josia: Der erstgeborene, Jochanan; der zweite, Jojakim; der dritte, Zedekia; und der vierte: Schallum.“ - Telegramm – Ende.
Der Tempel Gottes – 1. Chronika 3
Die Bedeutungen der Namen von Vers 15:
Josia: gegründet vom Herrn;
- Jochanan: vom Herrn vorgezogen;
- Jojakim: der Herr wird aufrichten;
- Zedekia: Gerechtigkeit Gottes;
- Schallum: sicher, gut, fröhlich, Frieden, Gesundheit, Wohlfahrt u. v. m.
Die Interpretation der Namen
Josia deutet auf den Herrn; er ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben, aber auf wunderbare Weise zum Eckstein eines geistlichen Hauses geworden ist.
- Jochanan wird vom Herrn vorgezogen; gleich wie Henoch, werden die Erstgeborenen – das ist der Same Ephraims, vorzeitig entrückt.
- Jojakim: der Herr wird aufrichten die Hütte Davids; über Manasse sagte Joseph: Gott hat mich vergessen lassen all meine Mühsal und das ganze Haus meines Vaters; das Haus deutet auf den Tempel, der durch den besseren Bau, mit der Hütte Davids, ersetzt wurde.
- Zedekia – Benjamin: Er erkennt das Recht Gottes an, symbolisiert mit dem Gold, das von der Gerechtigkeit Gottes spricht, Jesus Christus; das himmlische Jerusalem ist reines Gold, durchsichtig wie Glas; das ist ein schönes Bild für die Gerechtigkeit Gottes, sie ist so durchsichtig wie Glas; nicht kompliziert und verschlungen, wie die überbordende Gesetzgebung der Staaten, in denen spitzfindige Juristen das Recht korrumpieren. Auch die Mauer der Stadt ist lichtdurchlässig, sie wird beschrieben als kristalliner Jaspis, dessen Glanz hinausstrahlt in alle Ewigkeit.
- Schallum – Ganz Israel lebt durch die Herrschaft des himmlischen Jerusalems sicher, gut, fröhlich, freundlich und in Frieden, erfreut sich der Wohlfahrt, der Gesundheit u.v.m.
Berlin, den 20. Oktober 2026
© Copyright H. Randy Rohrer
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