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Die Trilogie der Liebe - Teil 1


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Trilogie der Liebe

Teil 1

Fall und Aufstieg Bathsebas
  

Übersicht
Im zweiten Buch Samuels lesen wir von König David, wie er während der Rückkehr des Jahres General Joab mit seinen Knechten und ganz Israel aussandte gegen Ammon. Der König blieb in Jerusalem. Zur Abendzeit stand David auf von seinem Lager, stieg hoch aufs Dach, lief auf und ab.  Von dort oben fiel sein Blick auf ein Weib, das sich reinigte. Er sah aber auch, wie schön sie war. David erkundigte sich über sie und erfuhr, wer ihr Vater ist und dass sie verheiratet ist mit Urija, einem Berufssoldaten. David ließ das Weib zu sich bringen. Er schlief mit ihr und vollzog damit einen Ehebruch.  

Das Weib kehrte in ihr Haus zurück, stellte nach Wochen fest, sie schwanger und  unterrichtet David. Der sendet einen Boten zu Joab, damit dieser ihm Urija nach Jerusalem sende.  

Urija tritt vor den König, der ihn nach dem Wohlergehen Joabs und des Volkes fragt, außerdem will er wissen, wie es um den Streit steht. Am Ende des Gesprächs sagt der König zu Urija: Geh in dein Haus und  wasche die Füße. David sendet gleich ein Geschenk hinter ihm her. Urija geht nicht nach Hause, sondern schläft bei den „Knechten seines Herrn“. Ein Diener berichtet es dem König, der nun wiederum ruft Urija erneut zu sich und befragt ihn nach den Gründen seines Verhaltens. Urija erklärt: Die Bundeslade, Israel und Juda wohnen in Hütten, Joab und seine Männer übernachten draußen auf dem Feld, daher könne er nicht essen und trinken und bei seiner Frau schlafen. Urija macht sich eins mit seinen Kameraden. Wer gewesen ist beim Militär, dem fällt's gar nicht schwer, zu raten was Soldaten, wirklich wollen, schlafen bei der Frau und nicht auf harten Schollen.

David lädt Urija zu einem Mahl ein und macht ihn betrunken. Nach dem Mahl verlässt Urija den Palast, geht wieder nicht nach Hause, sondern schläft erneut bei den „Knechten seines Herrn“. Nach drei Tagen sendet ihn der König mit einem Brief zurück an die Front. Im Kampf vor der Mauer Rabbahs wir der tödlich getroffen.   

 
Zwei auffallende Unterschiede zwischen einem Gleichnis und einer Allegorie  
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen den beiden rhetorischen Stilmitteln? Ein Gleichnis lässt sich eins zu eines zuordnen und deuten; die Allegorie dagegen erzählt mehrere Geschichten gleichzeitig, d.h., sie bringt zwei Gegensätze zur Sprache, die beim Lesen des Klartextes kaum oder gar nicht erkannt werden. Ein  weiterer und markanter Unterschied ist, ein Gleichnis nennt nie Namen, eine Allegorie ist auf Namen angewiesen. Weitere Details zur Allegorie im Skript: Die Torah des Messias

Die Erzählung von David, Bathseba und Urija in 2. Samuel 11 hat mindestens drei Ausgänge, einen auf der wörtlichen Ebene und mindestens zwei auf der bildlichen. Um die Erzählung in ihren Grundzügen zu verstehen, konzentrieren wir beim Studium des Textes auf jene Teile der Geschichte, die uns nicht erzählt werden und zwar stellen wir Fragen an den Text, was man immer tun sollte, um die vorhandene Lücken zu entdecken und aufzuzeigen. Die Fragen haben wichtige Funktionen, sie sollen u.a. den Leser zum Denken anregen, sich in die Redewelten Gottes reinhören, und seine Reden verstehen lernen.  


Fragen über Fragen (die der Leser fürs Erste auch überspringen kann)

  1. Was bedeutet der Ausdruck: bei der Rückkehr des Jahres?
  2. Warum rücken alle Könige aus, David aber nicht?
  3. Und wer sind die Könige, die dann im Laufe der Erzählung gar nicht mehr erwähnt werden?
David rückt nicht aus, auch der König von Ammon bleibt in seiner Hauptstadt Rabbah.  
  1. Warum blieb der König David in Jerusalem?  
  2. Warum lag David am Tag helllichten Tag im Bett?
  3. Warum steht David  erst gegen Abend von seinem Bett auf?  
  4. Warum geht er auf dem Dach spazieren.
  5. Sieht David rein zufällig die Frau oder hält er bewusst nach „etwas“ Ausschau?   
  6. Wer ist Bathseba?  
  7. Warum badet sie öffentlich oder zumindest draußen.  
  8. Reinigt sich Bathseba rituell oder aus anderen Gründen? (Lässt sich an der Art des Badens die Gründe dafür erkennen?)
  9. Warum fragt David die Bediensteten nach der Herkunft und Stellung der Frau?  
  10. Wer war ihr Vater, der als Hethiter bezeichnet wird?  
  11. Warum lässt sich Bathseba auf ein sexuelles Abendteuer mit David ein?  
  12. Wer ist Urija? (1.Chr. 11,41)  
  13. Wie alt ist Urija? noch ein Jüngling oder schon im fortgeschrittenem Mannesalter?  
  14. War Urija Berufssoldat oder hatte er auch einen zivilen Beruf,  vielleicht sogar ein Levit?
  15. Warum will er nicht zu seiner Frau?  
  16. Frisch verheiratet oder schon länger ?(Soldat)?
  17. Warum haben sie keine Kinder? War er unfruchtbar?   
  18. War er vielleicht auch selbst rituell unrein (nächtlicher Samenerguss oder krankheitsbedingter Ausfluss )?  
  19. Was sind weitere mögliche Motive?
  20. Warum scheint es so, dass  David kein Interesse an dem Wohlbefinden des Soldaten Urija zeigt?  
  21. Warum schickt David Urija nach Hause mit dem Befehl, seine Füße zu waschen?  
  22. Was bedeutet es, dreckige Füße zu haben, die damals sofort von allen gesehen wurden.  
  23. Was meint David, wenn er von einer Reise spricht? (hebr. Derech, dass auch einen  Lebensstil   bezeichnet kann, oder sogar einen moralischen Charakter (gut oder böse).  
  24. Was war das für ein Geschenk, dass David dem Urija hinterher sendet?  
  25. Hat der Bote das Geschenk bei Bathseba abgegeben? Wenn ja, was hat sie sich dabei gedacht? Wenn nein, ...
  26. Hat der Bote Urija eingeholt und doch ihm das Geschenk vor den Augen eines anderen Knechtes übergeben? Wenn nein …
  27. Was hat David daraus geschlossen, als das Geschenk zu ihm zurückkam?
  28. Warum schläft Urija wiederholt bei den Knechten und nicht bei seiner Frau?  
  29. War Urija gekränkt, weil sie zuvor fremdgegangen war? (Vielleicht sogar eine verdeckte Hure?)  
  30. Warum lässt sich Bathseba überhaupt auf David ein? War sie eine Nymphomanin oder nur einsam, sich verzehrend nach einem Mann?
  31. Warum verweist Urija auf Joab (seinem Herrn) und auf die Diener (seines Herrn), dass sie auf dem Feld schlafen?
  32. Schöpfte Urija keinen Verdacht, als der den Brief von David an Joab übergab, oder wusste er vom Komplott und wollte wg. der häuslichen Situation sterben?
  33. Sollten Joab, Urija und die anderen Soldaten nicht wirklich gewusst haben, dass die Bürger von Rabbah mit Pfeilen ausgerüstet sind?  
  34. Warum vergleicht Joab den Tod Urijas und den anderen „Opfern“ an der Mauer von Rabbah mit der Geschichte des Abimelech aus dem Buch der Richter? s. Buch der Richter.  

Nach dem Ehebruch und dem Mord
  1. Warum redet der Prophet in einem Gleichnis oder ist es auch eine Allegorie?  


Erklärung zu unserer Vorgehensweise
Bei all diesen Fragen möchten wir betonen, dass es nicht unsere Absicht ist, den Text zu zerpflücken, sondern die Lücken auszufüllen, die Gott uns im Klartext hinterlassen hat. Wir füllen sie nur mit dem, was indirekt andeutet wird wie z.B. durch Namen; und wir ergänzen mittels anderer Erzählungen sowohl aus dem Alten wie aus dem Neuen Testament.   

Diese Vorgehensweise erweitert den Horizont und im Speziellen weitet sich die Sicht auf die Dreiecks-Geschichte David - Bathseba - Urija. Zudem fragen wir, was sagt uns der Abschnitt heute, was ganz persönlich und was prophetisch. Von wem spricht Urija? Wer ist Bathseba? Und welche Rolle spielt David? Schon an anderer Stelle in unseren Skripten weisen wir darauf hin, dass alle Prophetie auf die Endzeit deutet, auch wenn es von einigen Lesern noch nicht erfasst werden kann. „Kommt Zeit, kommt Rat“, besagt: Habe nicht immer zu allem sofort eine Meinung, es reicht aus, neue Dinge im Herzen zu bewegen und zu bewahren.  

Wer dagegen vorschnell redet, rudert vielleicht zurück, das aber kostet Kraft und nagt an unserem Stolz. Wer ohne Umkehr weiter rudert, der weiter schludert, entwickelt Heuchelei'n, die am Anfang klein, man sieht sie nicht, sie werden größer und monströser, am Ende übergroß, der Trug empfindungslos.     


Rückkehr des Jahres – Die Chance zur Umkehr
Im ersten Vers finden wir den sprachlichen Ausdruck „Rückkehr des Jahres“, er beschreibt den Weg der Zeit, den wir jetzt an einer analogen Uhr erklären. Die Zahlen von 1 bis 12 auf dem Ziffernblatt zeigen an unserer Uhr nicht die Stunden, sondern die 12 Monate. Stellen wir uns vor, unsere Jahresuhr babe nur einen Zeiger, der zu Beginn des Jahres auf 12:00 Uhr steht. Nach 30 Tagen steht er auf 1:00 Uhr, nach 60 Tagen auf 2:00 Uhr nach 90 Tagen auf 3:00 Uhr usw.  

Aus der Sicht des Zeigers entfernt sich der Jahresanfang vom Zeiger weg und zwar rückwärts und nicht der Zeiger vom Jahresanfang vorwärts. Die größte Entfernung zeigt sich dann bei 6:00 Uhr. Sprachlich sagen wir, die Zeit liegt hinter uns. Nun verkürzt sich ab 6:00 Uhr der Abstand wieder und um 07:00 Uhr wird es erkennbar und um 8:00 Uhr wird es offensichtlich. Aus der Sicht des Zeigers kehrt das Jahr ab 6:00 Uhr zu ihm, dem Zeiger, zurück. Und jetzt das Ganze in einem kurzen Satz zusammengefasst: Ab zwölf geht das Jahr von uns fort und kehrt ab sechs zu uns zurück. Gedanklich dreht sich nicht der Zeiger, sondern das Ziffernblatt. Nicht wir bewegen uns, es ist die Zeit, die zu uns kommt und wieder geht. (Wir melden unsere Uhr zum Patent an.)  

Auf welche Jahreszeit deutet Vers 1? Wir meinen, es ist der erste Monat des religiösen Jahres, der Monat Aviv, der zurückkehrt. Für diesen Monat hatte Gott angeordnet, das Passah am 14. des Monats zu feiern. Und weil die Könige ausziehen, deutet es auf ein verändertes Israel, so wie der HERR es einst in 1.Mose 19 befohlen hatte: „Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein.“ Und in Offenbarung 1 bezeugt Israel dann: „Dem der uns liebt, und uns von unsern Sünden gewaschen hat in seinem Blut und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater.“

Der HERR bietet in Offenbarung 3 ein ganz persönliches Passah an, wenn er sagt: „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich eingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit mir.“ Das Angebot des Herrn beschreibt die Rückkehr der Chance, sich mit ihm zu versöhnen. Unser Passah musste nur einmal geschlachtet werden. Wer diese Chance verschläft, dem rückt der Würgeengel auf den Pelz. Das Sendschreiben an Laodicäa wird in 2.Sam.11 noch in weiteren Details angedeutet, wie wir noch sehen werden.    


Trilogie der Liebe - Teil I: Bathseba
David sendet Joab, seine Diener und Israel aus, um die Ammoniter zu richten, genauer gesagt: zu Grunde zu richten. Den Anlass dafür findet sich in Kapitel 10. In Kapitel 11 belagern sie Rabba (Groß), die Hauptstadt der Ammoniter; und in Kapitel 12 finden die Ammoniter ihr furchtbares Ende.

Rabbah steht allegorisch für schamlos, denn der ammonitische König und seine Fürsten hatten den Boten Davids die Bärte bis zur Hälfte abschnitten, was an sich noch nicht so tragisch wäre. Was sie aber zudem getan hatten, war mehr als widerlich. Sie hatten den Boten mit Gewalt die Röcke der Männer auf die Hälfte gekürzt, so dass sowohl das Gesäß als der Schambereich zu sehen war und somit das männliche Genital bloßgelegt. Die Boten schämten sich zurecht, denn Unterhosen oder Ähnliches kannte man im zivilen Leben nicht.  

Nur den Priestern in Jerusalem hatte Gott geboten, vor ihrem Dienst sich im Tempelbezirk umzuziehen. Dazu gehörte, Beinkleider anzulegen, die bis zur Hüfte hinauf reichten, damit wurde gewährleistet, dass die Blösse während des Dienstes nicht aufgedeckt wird, was unter bestimmten Umständen hätte passieren können, wenn sie keine Hosen tragen.  

Prophetisch deutet die Schamlosigkeit der Ammoniter auf unsere Zeit. Sie wird sich vollends zur Schau stellen in der Zeit der Gemeinde Laodicäas, von der Jesus sagt: Du bist elend, jämmerlich, arm, blind und nackt, das gilt sowohl im übertragenen Sinn als auch wörtlich.  


Mangels Rüstung fällt er im eigenen Haus
Der König Jerusalems zieht nicht mit aus, er bleibt zu Haus. Eines abends erhebt er sich von seinem Bett, steigt aufs Dach und schreitet auf und ach! Beim Wandeln hin und her sieht er von oben eine schöne Frau; sie badet; nackt. Er erkundigt sich über sie und ihre Herkunft. Es wird ihm gesagt: Eliam ist ihr Vater und Urija ihr Mann. Obwohl David nun weiß, dass Bathseba verheiratet ist, lässt er sie holen und schläft mit ihr; er begeht Ehebruch. Nach dem Gesetz Moses muss er mit dem Tod bestraft werden. 3.Mose 20,10: „Und wenn ein Mann Ehebruch treibt mit dem Weib eines Mannes, wenn er Ehebruch treibt mit dem Weibe seines Nächsten, so soll der Ehebrecher und die Ehebrecherin gewisslich getötet werden.“   


Vor dem Ehebruch ein Ritualbad?
Bathseba hatte sich vor ihrem Ehebruch, so wie man meint, rituell gereinigt. Voraussetzungen für ein solches Ritualbad sind: das Ablegen der Kleidung und des Schmuckes und ein gründliches Waschen des gesamten Körpers. Nichts Fremdes, auch kein Schmutz, darf am Körper sein, um ein Ritualbad zu nehmen. Die regelmäßige Reinigung für Frauen nach der Regelblutung war von Gott vorgeschrieben, u. a. auch das Waschen der Kleidung. Aber ein Ritualbad?


Eine Allegorie, die wir nicht vermutet
Davids Name bedeutet Geliebter. Das sollte man im Gedächtnis halten, denn bevor wir auf die Rolle des Königs genauer eingehen, müssen wir zuvor unbedingt von Bathseba erzählen. Ihr Name findet sich im Alten Testament 11 Mal. Unter einem verfremdeten Namen dann noch einmal, damit wird das Weib Urijas insgesamt 12 Mal erwähnt. Die Zahl 12, wie allgemein bekannt ist, steht für die 12 Söhne Jakobs und damit für Israel. Der jüngste Sohn heißt Benjamin.  

Jeder prophetische Hinweis auf Israel hat so seine besondere Note mit einem eingrenzbaren Fokus.  
Und wie wir bereits des Öfteren schon (in anderen Skripten) darauf hinweisen, deuten alle siebener Einheiten auf die Sieben Gemeinden der Offenbarung, das gilt auch für die sieben Weiber Davids, wovon Bathseba die siebte ist. Diese sieben sind uns hier ein guter Helfer zur ersten allegorischen Ausdeutung von 2. Samuel 11.


Bathschua ist Bathseba
Bathseba wird in 1. Chronika 3 Bathschua genannt, dieser Name bedeutet: Tochter des Reichtums, der Fülle und des Überflusses. Das korrespondiert mit der Aussage des Herrn an Laodicäa, genauer gesagt, ihr erster Sohn korrespondiert mit dem Herrn. Sein Name Schimea ist Programm. Er strebt nach Ansehen, Ruhm und Ehre. Und nun kommt der Herr ins Spiel: Er lässt ihn durch seine Verkündigung etwas hören und zwar in einem Ton, den Schimea überrascht. Und was hört er? „Weil du – Schimea sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und bedarf nichts, und weiß nicht, dass du der Elende, der jämmerliche und arme und blinde und nackte bist.“ Mit dieser vernichtenden Diagnose wären wir beim zweiten Sohn angelangt, dem Schobab. Sein Name beschreibt trefflich den Zustand und die Reaktion Laodicäas: rebellisch, widerspenstig, aufsässig, abtrünnig, götzendienerisch.  

Nun sehen uns den Begriff elend genauer an. Das griechische Wort lautet ταλαίπωρος und kommt nur zweimal im Neuen Testament vor, hier in Offenbarung 3,17 und in Römer 7,24. Wir lesen ab Rö.7,22 zusammenfassend: Denn ich – Bathseba (und auch David) – habe Wohlgefallen an dem Gesetz Gottes – deshalb ihr rituelles Bad – nach dem inneren Menschen. Bathseba hat es erlebt und ahnt: Ein anderes Gesetz widerstreitet in meinen Gliedern. Sie ist in Gefangenschaft, unter das Gesetz der Sünde gebracht worden. Vielleicht ist ihr das zum ersten Mal nach dem Ehebruch und der Tatsache, dass sie davon schwanger geworden war, erst so richtig bewusst geworden. Nun aber erkennt sie und spürt es auch: „Ich elender Mensch, wer wird mich retten von diesem Leib des Todes?“ Der Satz macht klar, ein elender Mensch ist ein Mensch des Todes.

Die Lösung: „Ich überführe und züchtige, so viele ich liebe. Bathseba! Sei nun eifrig und tue Buße.“ Auch Urija liebte seine Frau. Aber die vielen Fehler, die David in den Begegnungen mit ihm gemacht hatte, waren für den Helden so auffällig, dass es ihm unter diesen Umständen gar nicht möglich war, zu seinem Weib zu gehen und sich ihre Heucheleien anzutun.  

Heute steht Urija wieder vor ihrem Haus und sagt:„Siehe, ich stehe an der Tür und – Ich - klopfe bei dir an.“ Ob Urija damals auch anklopft hatte, sie ihm aber vor Scham gar nicht erst die Tür geöffnet hattet? Ja, hatte er, vor 2000 Jahren zu Passah. Doch bei der Rückkehr des Jahres versucht er es noch einmal.


Gut und Geld – Was kost die Welt!
Im übertragenen Sinn hatte sich ganz Bathseba, also das ganze Volk, sich den Götzen Geld und Gold an den Hals geworfen. Das Gebaren der Eliten in der Räuberhöhle hatte auf das einfache Volk abgefärbt. Ein Acker war dringender, die Rinder wertvoller und die eigene Hochzeit lieblicher. Alles war wichtiger als die Einladung des Herrn. Hauptsache die eigenen Unternehmungen lohnen sich und füllen die Kasse. Unweigerlich folgt dem Götzendienst des Geld und Goldes der Götzendienst der Hurerei.

Auch die rabbinischen Vorschriften hatten es in sich, offenbaren sie doch die Wurzel ihres Wollens. Da geizt einer, will seinen eigenen Eltern finanziell nicht übers Alter helfen und beruft sich auf Korban (ein Opfer für Gott). Sobald er den Geldbetrag als Korban deklariert, darf er gemäß der rabbinischen Vorschriften über das Geld frei verfügen; er darf es sogar für sich selbst verwenden, muss es nicht in den Opferstock des Tempels einlegen. - Wie pervers ist das denn! -

Was schrieb der Evangelist Lukas über die abgesonderten Frommen? „Dies alles hörten aber auch die Pharisäer, welche geldliebend waren, und verhöhnten ihn.“ Der Apostel Paulus schreibt zum Thema Geldliebe in Kol.3,5: „Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind.“ Ein Toter kann unmöglich habsüchtig sein, Paulus macht klar:  Habsucht ist gleich Götzendienst oder anders ausgedrückt: Geldliebe ist gleich Hurerei.   

Bathschua ist ein Kind des hurerischen Überflusses und Reichtums. Zuvor war sie arm, das macht der Prophet Nathan deutlich, wenn er allegorisch vom Reichen – David – und vom Armen – Urija – redet. Als erste Frucht ihres Strebens gebiert sie Schimea und gelangt nun zu Ansehen, Ruhm und Ehre. Indem sie zu David geht, offenbart sie öffentlich Schobab: Ihre Rebellion gegen Urija, die sich täglich in ihrem aufsässigen und widerspenstigen Benehmen manifestiert, führt unweigerlich dazu, dem eigenen Ehemann abtrünnig zu werden. Und so begeht Bathschua bewusst Hurerei, sie bricht willentlich ihre Ehe.

Und warum das alles? Um ihrer Armut zu entfliehen. Ihr Ehebruch ist Götzendienst, wie Paulus deutlich macht. Ihre Flucht zum Reichen ist Götzendienst, wie Paulus deutlich macht. Und ihre Unreinigkeit, die sie glaubt, durch Ritualbäder entfernen zu können, ist Religion und somit Götzendienst, wie Paulus deutlich macht.  

Noch meint Laodicäa, sie sei reich und benötige nichts. Doch dann kommt ihr dritter Sohn ins Spiel, der ihr zeigt, was an ihrer Religion, ihrem Denken, Wollen, Fühlen und Streben verkehrt gelaufen ist: Nathan. Er wurde ihr von Gott gegeben, gleichsam als ein wundersames Geschenk und ganz unverhofft. Wohl dem, der einen solchen Nathan hat, der einem auf liebevolle Weise in Form eines Gleichnisses die Sünde vor Augen malt.

Das Volk Gottes wird in der Endzeit charakterisiert als Bathseba, die einst ihren Urija liebte, weil er um ihretwillen arm geworden war. Doch es kam die Zeit, in der ihr seine Armut nichts mehr bedeutete. Sie hatte sich in den Jahren mehr und mehr von seinen Idealen entfernt, wurden ihr zunehmend lästig. Am Ende dieser Entwicklung verachtete sie seine Armut, ja, sie verachtete Urija selbst. Und so verhöhnt sein Volk, anfangend von den religiösen Führern, den Herrn um des schnöden Mammons willen, machen Geld und Gold zu ihrem Gottesersatz, obschon sie sich formell und nach außen hin fromm geben; das ist so: bei den Juden zuerst und auch bei den Griechen.


Was darf's denn sein, Genauigkeit oder Luther?
Elberfelder 1905 und die CSV-Edition
Und David sandte Boten hin und ließ sie holen, und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr (sie hatte sich aber gereinigt von ihrer Unreinheit*); und sie kehrte in ihre Haus zurück.
Elberfelder 1905: *Unreinigkeit

Martin Luther 1545
Und David sandte Boten hin und ließ sie holen. Und da sie zu ihm hineinkam, schlief er bei ihr. Sie aber reinigte sich von ihrer Unreinigkeit und kehrte wieder zu ihrem Hause.
Vergleicht man die beiden Varianten, so stellt man fest, die Elberfelder setzt den Zeitpunkt ihrer Reinigung vor dem Ehebruch an, Luther dagegen kommt zu dem Schluss, dass Bathseba sich danach gereinigt hatte. Ob es unwesentlich ist, welcher Übersetzung man dem Vorzug gibt? Schaun wir mal?

Vers 2: Die Blicke des König schweifen vom Dachgeschoß aus über die Stadt, dabei sieht er, wie Bathseba sich badet, so die Übersetzer der Elberfelder; schon das ist falsch. Martin Luther übersetzt das Wort rachatz mit waschen, רָחַץ. Nun könnte man annehmen, das hebräische Wort habe eine größere Bedeutungsbreite, dem aber ist nicht so. Das Wort lässt sich nur, wir betonen, nur mit waschen übersetzen. Und weil es kein selten vorkommendes Wort ist, lässt sich mit Leichtigkeit feststellen, in welchen Zusammenhängen es verwendet wird.

Abrahm hat Besuch. Drei Männer sind auf der Durchreise, da eilte er auf sie zu und sagt: "Es werde doch ein wenig Wasser geholt, und waschet eure Füße und lagert euch unter dem Baum." Das zweite Mal ist es Lot, wenn er die beiden Fremden zu sich nach Hause einlädt. Er sagt: "waschet eure Füße." Es gibt keinen Zweifel, Bathseba hatte sich gewaschen und nicht gebadet. Sie hat den ganzen Körper gereinigt und nicht nur die Füße. Nur wer nackt ist, kann den ganzen Körper reinigen.

Dass rachatz tatsächlich auch für die Ganzkörperwaschung stehen kann, erfahren wir aus 2.Mo.29,4 und 40,12, dort richtet sich das Gebot der Waschung an die Priester. Auch der zu reinigende Aussätzige soll sich waschen – rachatz – und nicht baden. Männer und Frauen, die einen Ausfluß haben, sollen sich waschen – rachatz – und nicht baden. Mit Ausfluß werden vor allem die monatlichen Regelblutungen bei einem Weib und bei einem Mann der nächtliche Samenerguß im Schlaf angesprochen.

Nach unseren eingehenden Untersuchungen halten wir fest: Für die Reinigung des Körpers oder Körperteile mit Wasser wird immer das Wort rachatz verwendet. Bathseba war sich am waschen, als sie von David beobachtet wurde. Sie tat, was Gott angeordnet hatte. Wir haben damit die Ganzkörperwäsche der Bathseba erklärt, als sie von David beobachtet wurde. Die Reinigung ihrer Unreinheit in Vers 4 spricht aber von etwas ganz anderem, wie wir noch sehen werden.  

Im rabbinischen Judentum ist für die rituelle Reinigung nur ein Untertauchen erforderlich. Damit verstoßen sie aber gegen Gottes Anordnungen. Die von Gott vorgeschriebene Reinigung besagt immer: sich waschen. Blosses untertauchen hilft da nicht, weder reinigt man sich körperlich noch geistig. Das Tauchbad wurde nie von Gott geboten, es ist eine reine Erfindung des rabbinischen Judentums.  

Was aber sagt das rabbinische Judentum heute genau? Dazu ein Zitat von Chajm Guski auf talmud.de. Er schreibt: "Das Untertauchen in der Mikweh (er spricht von einem Bassin mit fließendem Wasser) soll nicht körperlich reinigen, eine körperliche Reinigung ist sogar die Zugangsvoraussetzung zur Mikweh, sondern geistig." Guski will damit ausdrücken, dass das Untertauchen geistig reinigen soll. (Es muss/soll/kann dreimal getaucht werden.)
Auf der Webseite des Zentralrats der Juden in Deutschland reklamiert die Headline: Mikwe – Ein Symbol der Wiedergeburt. Und auf Judentum Online wird die Mikwe für alle angepriesen, die für sich persönlich eine geistige Erneuerung wünschen, siehe hier.

Das rituelle Untertauchen, so Talmud.de, hat, wenn die Eingetauchte wieder auftaucht, eine spirituelle Dimensionen. Und weil es nicht der Geist Gottes war, der ein solches Ritualbad angeordnet hatte, muss es ein anderer Geist gewesen sein. Wir geben zu bedenken, die Mikwe ist für die Frau erfunden worden. Sie muss gemäß der rabbinischen Vorschrift das erste Mal am Vorabend ihrer Hochzeit das rituelle Bad nehmen. Solch ein Bad ist daher von den Reinigungsvorschriften Gottes, wie es im Gesetz Moses steht, scharf abzugrenzen, denn wenn es das Gleiche wäre, müsste ein Mädchen schon viele duzend Male seit Beginn ihrer ersten Menstruation die Mikweh aufgesucht haben, dem aber ist nicht so.

Um was geht es bei der Mikweh wirklich? Grübel, grübel und studier! Was hamma hier? Nun, es soll ein sprituelles Erlebnis liefern; deshalb suchen auch Männer, vornehmlich orthodoxe, vor den Festen die Mikwe auf, manche sogar vor jedem Morgengebet. Sie suchen nicht nur geistige Reinigung, sondern auch geistige Erfahrungen, oder, wie auf der Webseite des Zentralrats der Juden deklamiert, eine Wiedergeburt.

Der Braut wird eine solche erste spirituelle Wiedergeburt verordnet und erst dann darf sie heiraten. Am Tag der Hochzeit wird sie dann auch noch zur Königin und zwar zu einer ganz speziellen, denn nun ist sie mit dem herrschaftlichen Titel ausgestattet. Sie entscheidet: Wann, wie und was in der Kammer geschieht, denn am Hochzeitstag wurde sie zur Domina, zur Herrin des Hauses und der Kammer. In diesem Sinne ist die Mikwe ein Initiationsritus. Und der führt in was ein?  


Aus der Rede des Stephanus vor dem Hohenpriester und den falschen Zeugen
In seiner Ansprache, Apg. 6, vor dem Hohenpriester erwähnt Stephanus einen ägyptischen Gott, den Israel, so Stephanus, angenommen und mit ins Land Kanaan gebracht hatte. Wer ist ist dieser Gott, der im gleichen Atemzug mit dem ammonitischen Moloch genannt wird?

Bevor wir der soeben gestellten Frage nachgehen, noch einen Hinweis, den wir immer dann geben, wenn das Phänomen auftritt. Unser heutiges Phänomen heißt Remphan. Der Name ist ein Hapax legomenon also ein Begriffs-Phänomen, das nur einmal in der Bibel vorkommt; und wie immer deutet auch unser heutiges Phänomen auf die Endzeit. Daraus schließen wir, der Götzenkult um Remphan erfährt in den letzten Tagen sein großes Revial.

Um was geht es in diesem Götzenkult? Vorweg dazu ein verkürztes Zitat aus Wikipedia: "In der rabbinischen Literatur wird der Kult des Baal Peor (das ist Remphan) erwähnt, der stark durch sexuelle Handlungen geprägt war, insbesondere das Entblößen des Gesäßes und der Scham ... Erinnert uns das an etwas? Na klar, an den ammonitischen König und seinen Fürsten, die den Abgesandten Davids Gewalt antaten, dazu hatten sie deren Kleidung soweit gekürzt, damit Gesäß und Scham für jedermann sichtbar war.

Nun finden wir den Namen Remphan nicht im Alten Testament, aber in der Septuaginta, kurz LXX genannt. Stephanus sagt vor dem Hohenpriester: Ja, ihr "nahmet das Zelt des Moloch auf und den Stern eures Gottes Raiphan, die Bilder, die ihr gemacht hattet." Stephanus zitiert aus der Septuaginta und zwar wörtlich: Και ανελαβετε την σκηνην του Μολοχ και το αστρον του Θεου υμων Ραιφαν, του τυπους  αυτων, ους εποιησατε.  

Der überlieferte hebräische Text der Masoreten lautet etwas anders und dort liest man vom Moloch und von einer ominösen Statue, die als Kijun bezeichnet wird. Hierbei handelt sich um einen euphemistischen Ausdruck für etwas, das man aus Scham nicht direkt beim Namen nennen möchte. Aus der Wortwurzel lässt sich herauslesen, warum das umschreibende Kijun verwendet wird, die Sache selbst aber nicht direkt beim Namen genannt wird. Die Wortwurzel lautet: aufgerichtet sein, senkrecht stehen. Solche Abbilder nahmen die Israeliten aus Ägypten mit und dazu gehörte das Abbild eines Phallus. Wenn Staphanus den Gerichtshof samt den Hohenpriester damit konfrontiert, dürften die Priester schon an dieser Stelle innerlich gekocht haben; siehe Rom.

Und so schlussfolgern wir, die erste Mikwe einer Jungfrau stellt einen Initiationsritus in einem Kult dar, den die Braut unmittelbar vor der Heiratet durchlaufen muss. Die Mikwe bildet damit geistig ein Vorspiel sowohl für die Hochzeit als auch für die Ehe und hat rein gar nichts mit der Waschung aus 2. Sam. 11 zu tun und erst recht nichts mit den Reinigungsvorschriften des mosaischen Gesetzes.    


Bathsebas Reinigung – Die Zweite
Nach dem Ehebruch verlässt das Weib des Urija den Palast. Ihr wird bewusst, dass sie die Ehe gebrochen hat. Und nun sehnt sie sich nach Vergebung, Reinigung und Wiederherstellung. Ob sie dazu das Bad aufgesucht hatte? Im Text lesen wir davon nichts, es heißt einfach: sie hatte sich gereinigt von ihrer Unreinigkeit. Und weil dieser Satzteil nach dem Ehebruch steht, kann er sich auch aus diesem Grund nicht auf das vorherige waschen beziehen. In Vers 2 wir nur gesagt, das sie dabei war, ihren Körper zu waschen.

Wenn Martin Luther die Reinigung nach dem Sündenfall verortet, hat er den tieferen Sinn der Erzählung erfasst. Bathseba reinigte sich von ihrer Unreinigkeit. Im Hebräischen steht für reinigen das Wort kadash, das rein bedeutet. Es bildet die Wortwurzel von kadosh und das bedeutet heilig sein. Wenn Bathseba sich in Vers 2 wäscht, dann war sie anschließend sauber, aber nicht kadosh - heilig. Der Erzähler will uns in Vers 4 mitteilen, dass Bathseba sich tatsächlich rein gemacht hatte und das ist ein himmelweiter Unterschied zu sauber.

Ihr Reinsein deutet auf 1. Joh. 1,9: "So wir unsere Sünden – dem Herrn Adonai - bekennen, so ist er – der Herr - treu und gerecht, dass er - Jesus - uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Beim Johannes kann sich jeder das Rezept für Sündenvergebung ahholen und es immer wieder bei Jesus einlösen, gleich einem Dauer-Abo. Und das wird auch Bathseba getan haben, sie wird dem Herrn ihre Schuld aufrichtig bekannt haben, gleich wie David, der seine Schuld bekannte vor Nathan und Gott, und damit das furchtbare Gericht abwendete, das der Prophet im Auftrag Gottes zuvor angekündigt hatte. Allerdings musste David die Folgen tragen, wovon der Tod des ersten Kindes vielleicht die erschütterndste Folge war. Der Buß-Psalm 51 wurde von uns, den Autoren, als der Schlüssel Davids identifiziert; s. Off. 3,7

Und weil wir endzeitlich von Philadelphia her kommend, kurz vor Laodicäa sind, zeigt der Heilige Geist bereits schon heute an, wie ein Jude während des kurzen Zeitalters von Laodicäa wirklich Sündenvergebung erhält, nämlich durch das Bekenntnis der Sünden und der darauffolgenden Taufe. Damit löst sich ein Jude öffentlich von den rabbinischen Überlieferungen. Und so wie Petrus in Apostelgeschichte 2 erklärt, empfängt ein Jude nach der Taufe den Heiligen Geist. Das gilt unserer Ansicht nach aber erst wieder nach der Entrückung und die geschieht am Ende des Zeitalters von Philadelphia. Bekehrt sich heute ein Jude, so wie die Schrift sagt, dann vergibt ihm der Herr alle Sünden und er bekommt den Heiligen Geist, anschließend lässt er sich taufen auf den Namen Jesus. Das ist das übliche Prozedere: Glauben, bekennen und anschließend die Taufe auf den Namen Jesus.


Kehren wir nochmals zurück zum Weib des Urija. Nach dem Ehebruch und nachdem Bathseba das Haus des Königs verlassen hatte, reute es sie, was sie getan hatte. Und so ging sie hin und reinigte sich, indem sie ihre Sünden dem Herrn bekannte. Ihr Weg der Umkehr übertragen wir nochmals auf Laodicäa und rufen ihr zu:

Tut Buße, und jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden ...“ Wer auch immer in Laodicäa seine Sünde bekennt, dem wird die Sünde vergeben und, ganz wichtig, gereinigt von aller Ungerechtigkeit. Damit steigt Bathseba Laodicäa als wahrhaftig gereinigte aus dem Wasser. Und weil wir, prophetisch gesehen, in Laodicäa sind, werden jene, die sich so taufen lassen, die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. (Damit widersprechen wir auch in diesem Skript der Lehre, dass der Heilige Geist nach der Entrückung die Erde verlässt.)

Bathseba freut sich nicht nur darüber, dass sie gereinigt und durch den Herrn Jesus Christus gerechtfertigt wurde, sie freut sich auch, neben ihrem Herrn, dem König Israels, sitzen zu dürfen, denn er hat ihr versprochen: „Wenn du überwindest – also Buße tut – dann werde ich dir geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater gesetzt habe auf seinen Thron.“ Zu Beginn des Friedensreiches stellt der Herr ihren Thron neben den seinen. 1.Kö. 2,19


Wir kommen zum Schluss des ersten Teils
Zu Beginn erklärten wir kurz und knapp den Unterschied zwischen einem Gleichnis und einer Allegorie. Mit 2.Sam.11 lässt sich deutlich machen, Klartexte enthalten mindestens zwei allegorische Ebenen, die erste haben wir soeben erzählt, die zweite folgt, wenn uns noch die Zeit dazu bleibt. Sollte jemand während dieser ersten Interpretation unruhig gesessen haben, wird ihm die zweite alsbald vom Stuhl hauen. Aber anhand der uns umgebenden Wirklichkeit können die von uns beschriebenen Dinge nicht geleugnet werden.


Berlin, den 23. August 2026


© Copyright H. Randy Rohrer


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