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Das prophetische Lexikon
H. Randy Rohrer
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Warum wir den Titel, "Das prophetische Lexikon", wählten, hat folgenden Grund. In unserer bewegten Zeit hören wir viele Stimmen, die einen sagen dies und die anderen das. Vergleichbar ist unsere Epoche mit der Sprachenverwirrung Babels. Man versteht einander immer weniger und so droht die klare Orientierung verlorenzugehen. Dem wollen wir abhelfen und liefern ein Navi besonderer Art und nennen es "Das prophetische Lexikon".
Die Leistung der herkömmlichen Lexika liegt in den Übersetzungen der Wörter, lösen aber die Verwirrungen unserer Zeit nicht auf. Auch wir nutzen einschlägige Lexika, fügen aber die gründlich recherchierten prophetischen Aspekte hinzu, die wir in jahrelangen Studien erarbeitet haben. Damit erleichtern wir den Bibelinteressierten und Studierenden den Zugang zum Verständnis der Heiligen Schrift. Unser wichtigstes rhetorische Stilmittel ist die Allegorie, auch wenn sie von vielen Auslegern abgelehnt wird. Das schlagkräftigste Argument für die allegorische Deutung fanden wir in Galater 4, 22 - 24:

Denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien; aber der von der Magd war nach dem Fleische geboren, der aber von der Freien durch die Verheißung, was einen bildlichen Sinn hat; denn diese sind zwei Bündnisse:

  1. eines vom Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, welches Hagar ist. Denn Hagar ist der Berg Sinai in Arabien, entspricht aber dem jetzigen Jerusalem, denn sie ist mit ihren Kindern in Knechtschaft;
  2. aber das Jerusalem droben ist frei, welches unsere Mutter ist. Denn es steht geschrieben: "Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich in Jubel aus und schreie, die du keine Geburtswehen hast! Denn die Kinder der Einsamen sind zahlreicher als derjenigen, die den Mann hat."

Wir haben im obigen Text das Wort "bildlichen" in Fettdruck wiedergegeben. Es handelt sich um das griechische Wort Αλληγορουμενα und muss mit dem Plural "Allegorien" übersetzt werden.  Daher müssen beide Bündnisse, so mahnt es Paulus an, auf die allegorische Ebene gebracht werden. Dazu die wichtigste Frage in Bezug auf die richtige Interpretationsweise: Wenn beide Bündnisse einen allegorischen also einen bildlichen Sinn haben, welche Texte der Bibel beschreiben dann die beiden Bündnisse? Eigentlich ist die Antwort ganz einfach. Die gesamte Bibel spricht von diesen beiden Bündnissen. Lesen wir z.B. die Texte in 1. Mose über Hagar und Sarah, dann werden wir vom Apostel Paulus aufgefordert, den allegorischen Sinn zu erforschen, tun wir es nicht, stellen wir uns gegen Paulus und damit auch gegen den Herrn.

Den wichtigsten Grundsatz in der allegorischen Deutung gilt es zu beachten: Die allegorische Interpretation muss, wir betonen, muss, Hand in Hand mit dem Klartext gehen, tut sie es nicht, ist diese Interpretation zu verwerfen. Übrigens: Die Ablehnung bzw. Leugnung allegorischer Bibelauslegung hat schwerwiegende Konsequenzen, diese sind u.a.:

  1. dem antichristlichen Geist werden Tor und Tür geöffnet;
  2. die Juden werden um ein himmlisches Erbe betrogen;
  3. viele Christen werden um das himmlische Erbe gebracht.


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