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Das prophetische Lexikon
H. Randy Rohrer
© Copyright
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Testament

Herkunft  Griechisch

Schreibweise  Διαθη'κη
Αussprache    Diathey'key
                                                        
Bedeutung des Begriffs:
  1. Verfügung;
  2. Vertrag, Vereinbarung;
  3. im Speziellen beschreibt es den Willen des  Erblassers.

Das Wort leitet sich von diatithemai ab und bedeutet:
  1. auseinanderstellen bzw. -setzen;
  2. bildlich: verteilen durch Abtretung, Übertragung oder Vererbung.

Interessant dürfte es sein, dass das griechische Wort Diatheke nur 4 Mal im NT vorkommt und dann auch nur in zwei Versen. Beide Verse stehen dann, wie zufällig, im selben Buch und dann auch noch im selben Kapitel. Kurz gesagt: Hebräer 9, die Verse 16 und 17:

denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat.

Denn ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist, weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat.

Nun zitieren wir Vers 20, das eine Mal nach Luther von 1545 und das andere Mal nach der Elberfelder von 1905:

Luther aus dem Jahr 1545:
Daher auch das erste nicht ohne Blut gestiftet ward.

Elberfelder von 1905:
daher ist auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht worden.

Luther hat hier wieder präziser übersetzt, denn im griechischen Text steht das Wort "Bund" gar nicht, wie in der Elberfelder zu lesen ist. Erst wenn wir das Wort Bund streichen, wird der Bezug auf das Wort Diatheke, also Testament bzw. Vereinbarung, erst deutlich.

Es stellt sich die Frage, warum findet sich das Wort Diatheke ausgerechnet im Brief an die Hebräer? Das Wort Testament macht es deutlich. Es geht um die Auseinandersetzung des Erbes. Den Sachverhalt jetzt mit anderen Worten ausgedrückt: Wer erhält welchen Anteil?
Dazu lesen wir in Hebräer 11,20: Durch Glauben segnete Isaak, in Bezug auf zukünftige Dinge, den Jakob und den Esau.

An wen richtet sich der Autor des Hebräerbriefes? Prophetisch gesehen schreibt er an Esau, denn der hatte das Erstgeburtsrecht lange verachtet und erst als es zu spät war, wünschte er sich von seinem Vater einen Segen. Hat ihn Isaak gesegnet?
Was lesen wir in Genesis 27?

Als Esau die Worte seines Vaters hörte, da schrie er mit einem großen und bitterlichen Geschrei über die Maßen und sprach zu seinem Vater: Segne mich, auch mich, mein Vater!

Wie hat Isaak auf das Flehen seines Sohnes reagiert? Was lesen wir?

Da antwortete sein Vater Isaak und sprach: Siehe, von der Fettigkeit der Erde wird dein Wohnsitz sein und Tau des Himmels von oben her.

Das ist der Segen Isaaks an Esau.

Was aber hat die Elberfelder übersetzt? Siehe, fern von der Fettigkeit der Erde wird dein Wohnsitz sein und ohne Tau des Himmels von oben her.

Zum wiederholten Male haben die Übersetzer die Juden ausgeschlossen. Auch wenn sie anders reden, ihre Schriften zeugen gegen sie.





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