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Das prophetische Lexikon
H. Randy Rohrer
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Typos

Herkunft  Griechisch
Schreibweise  Τυπος            
Bedeutung des Begriffs:


1. eine Matrize (wie geschlagen).
2. (indirekt) ein Stempel oder eine Narbe.
3. (durch Analogie) eine Form, d.h. eine Figur, Bild, Statue.
4. (im übertragenen Sinne) Stil oder Ähnlichkeit.
5. (speziell) ein Musterbeispiel ("Typ"), d.h. ein Leitbild, Modell (zur Nachahmung) oder eine Figur (zur Warnung).

Das Wort wird übersetzt mit:
  1. Mal - Johannes 20,25;
  2. Bild(er) Apostelgeschichte 7, 43;
  3. Muster Apostelgeschichte 7, 44; Hebräer 8,5;
  4. Inhalt Apostelgeschichte 23,25;
  5. Vor(bild(er)) Römer 5,14; Rö. 6,17; 1.Kor.10,5; 10,11;  Philipper 3,17; 1.Thes.1,7; 2.Thes.3,9; 1.Tim.4,1; Titus 2,7; 1.Petrus 5,3;

Unter Punkt 4 wurde die Übersetzung der Elberfelder wiedergegeben, die nicht ganz den Sinn trifft.
Apg. 23, 25:  Und er schrieb einen Brief folgenden Inhalts.
Schon eher müsste es mit dem Wort "Form" übersetzt werden, denn der Brief gestalltete sich wie ein formales Anschreiben an einen hochgestellten Amtsträger.
Alle nun in blau geschriebenen Wörter sind vom griechischen Wort Typos abgeleitet und so könnte der Vers dann in etwa so lauten:
Und er (Klaudius Lysias) schrieb (ihm, Felix, dem Gouverneur) einen formellen (wie die Katze um den heißen Brei herumschleichenden) schriftlichen Bescheid über die Person.

Das Wort Typos lässt sich am besten erklären in Abgrenzung zur Allegorie. Während die Allegorie eine in sich abgschlossene Geschichte erzählt, steht der Typos für eine einzelne Sache oder Person(en), in der bildlichen Erzählung eingebunden. Die Allegorie bildet die übergeordnete Ordnung und der Typos ist ein Teil von ihr. Wurde die bildliche Ebene verstanden, dann lässt sich der Typos auch richtig erklären. Andersherum steht man in der Gefahr den Typos, ohne den alllegorischen Hintergrund erfasst zu haben, falsch zu beschreiben und so in der Auslegung der Schrift auf Irrwege zu geraten.


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