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Wer war Demetrius, der aus dem dritten Johannesbrief?

Wer war dieser Demetrius?

Johannes erwähnt ihn in seinem dritten Brief.

Sehen wir uns zuerst die verschiedenen Übersetzungen an. Anschließend die Varinaten des Textus receptus Regia von 1550 und den Nestle-Aland-Text der 28. Auflage.
Luther 1549/1912
Schlachter 2000
Elberfelder CSV-Edition
Demetrius hat Zeugnis
von jedermann

und von der Wahrheit selbst;


und wir zeugen auch,

und ihr wisset,

daß unser Zeugnis wahr ist.
Dem Demetrius wird von allen


und von der Wahrheit selbst
ein gutes Zeugnis ausgestellt;

auch wir geben Zeugnis dafür,

und ihr wisst,

dass unser Zeugnis wahr ist.
Dem Demetrius ist Zeugnis
gegeben worden von allen

und von der Wahrheit selbst;


aber auch wir geben Zeugnis,

und du weißt,

dass unser Zeugnis wahr ist.  


Wer des Griechischen nicht mächtig ist, der kann die Tabelle getrost überspringen, denn wir werden die wesentlichen Dinge im nachfolgenden Abschnitt eingehend behandeln.
Textus Receptus Regia 1550
Nestle Aland 28. Auflage
Δημητρίῳ μεμαρτύρηται ὑπὸ πάντων, καὶ ὑπ αὐτῆς τῆς ἀληθείας καὶ ἡμεῖς δὲ μαρτυροῦμεν, καὶ οἴδατε ὅτι ἡ μαρτυρία ἡμῶν ἀληθής ἐστι.
Δημητρίῳ μεμαρτύρηται ὑπὸ πάντων καὶ ὑπὸ αὐτῆς τῆς ἀληθείας καὶ ἡμεῖς δὲ μαρτυροῦμεν, καὶ οἶδας ὅτι ἡ μαρτυρία ἡμῶν ἀληθής ἐστιν.

Die Übersetzungen von 3.Joh.1,12 und deren Unterschiede

Luther konnte nur das übersetzen, was er vorfand und das war die Textzusammenstellung von Erasmus von Rotterdamm, dem nur sieben Manusskripte zur Verfügung standen. Heute gehen die Textzeugen in die Tausende und dennoch hat Martin Luther den Text richtig erfasst und ihn kurz und knackig übersetzt, wenn wir das so salopp sagen dürfen. Mit Ausnahme des Personalpronomens "ihr", in der vorletzten Zeile der Tabelle 1, stimmt der Inhalt. Jeder Leser wird einsehen, das "ihr" passt nicht wirklich, denn der Brief richtet sich ganz persönlich an Gajus. Es macht also Sinn, dass wir übersetzen: und du weißt, anstatt ihr wisset. Die Schlachter-2000-Übersetzung beruht auf den Textus Receptus, allerdings wissen wir nicht, welchen Textus Receptus, denn von diesem Text gibt es so einige Varianten. Das was die Schlachter-2000-Übersetzung zum Ausdruck bringt, scheint gängige Lehre zu sein, denn dem erwähnten Demetrius wird ohne erfindlichen Grund ein "gutes Zeugnis" ausgestellt, doch das steht so gar nicht im Text, auch nicht im Textus Receptus. Damit gilt für diesen Vers: Die Schlachter 2000 ist keine Übersetzung. sondern eine Textinterpretation, denn weder steht das Wort kalos noch agathos im Text, um mit "gut" zu übersetzen. Das dieser Demetrius eben kein Guter war, soll nun erklärt werden, was zuvor "alle, und die Wahrheit und Johannes bezeugten". Die CSV-Edition der Elberfelder hat zumindest die treffende Übersetzung gefunden, ob aber die Übersetzer auch erkannt haben, dass es darum geht, dass alle und die Wahrheit und Johannes dem Demetrius etwas bezeugten, das wissen wir nicht.


Gott redet noch immer vielfältig und auf vielerlei Weise

Wenn wir keine treffende Übersetzung finden, das gilt für so manchen Eigennamen in der Bibel, dann dürfen wir nicht den Kopf hängen lassen, sondern nach sinnvollen Lösungen suchen. Dazu nun ein Beispiel. Wir brauchen nicht weit zu gehen, sondern bleiben im dritten Johannesbrief. Der Apostel schreibt einem gewissen Gajus. Schlagen wir in den Lexika nach, dann finden wir die verschiedensten Erklärungen. Die häufigste Variante für Gajus lautet "Freude", doch seriöse Kenner der Materie sagen: Wir wissen nicht, wie wir den Namen Gajus übersetzten sollen und begründen es u. a. damit, dass der Name eigentlich mit C geschrieben wurde, Caius und das hat dann mit gaudium (Freude) nichts zu tun. Das C in Caius wechselte zum Buchstaben G, so wird es gesagt. Die Begründung liefern sie gleich mit. Weil das C fast wie ein J gesprochen wurde, dass dann immer mehr zum G mutierte, soll der Grund für die veränderte Schreibweise sein. Wie dem auch sei, eines ist sicher: Wir wissen nicht was Gajus bedeutet.

Nun findet sich in der Android-App "TheSword" eine Übersetzung für den Namen Gajus und die lautet: "Lord", auf deutsch: Herr. (s. Lexikoneintrag: Gajus)

Des Weiteren wird beteuert, der Name Gajus bilde ein Wortspiel mit dem Wort  "freuen", das Johannes in Ver 3 verwendet. Das griechische Wort lautet lian (λιαν). Nun haben Wortspiele die Eigenschaft, dass sie lautlich ähnlich klingen und auf diese Weise eine Beziehung zueinander herstellen. Zwischen Gaio und lian lässt sich beim besten Willen keine Gemeinsamkeit hören und somit auch nicht herstellen. Nehme wir das spontane Beispiel, das uns beim Schreiben dazu einfiel: Wenn ich schnell rufe: Hallo Karlo, was machst du? Dann mutiert das u vom Wort du klanglich zum o. Aber zwischen Gaio und lian lässt sich auch nicht mit biegen und brechen eine akustische Beziehung herstellen.

Wir versuchen es dennoch mit dem Klang, das uns das Wort Gaio liefert. Jemand, der des Griechischen nicht mächtig ist und das Wort hört, was hört er? Wir meinen er hört Geo. Wenn also unser Gaio Geo sagt, dann meint er Erde. Und das scheint uns der tiefere Sinn zu sein, denn der dritte Johannesbrief deutet auf die Endzeit, in der die Wahrheit zur Lüge erklärt wird und die Lüge zur Wahrheit. Auch die beiden Männer, die Johannes in seinem Brief an Gaio erwähnt, deuten genau auf diese Zeit.


Sie eifern, aber nicht zum Guten

Nehmen wir Diotrephes als Beispiel, der gern der Erste sein will, aber Johannes nicht aufnimmt. Das griechische Wort spricht im übertragenem Sinn vom Aufnehmen als Lehrer oder als Gast. Da fallen uns eine Reihe von Gemeinden ein, die wie Diotrephes agieren und ihr beschmudelt Kleid kaschieren und nach der Kanzel gieren. Der Name Diotrephes bedeutet: Von Jupiter ernährt. Wenn Gott schon die griechische Mythologie bemüht, um uns etwas mitzuteilen, dann sollten wir die Fährte auch aufnehmen. Jupiter war der oberste Gott der römischen Kirche, ach nein, der römischen Religion. Einer seiner Namen lautet: Jupiter Optimus Maximus und bedeutet: bester und größter Jupiter, abgekürzt IOM. Der Name Jupiter bedeutet Himmel bzw. Luft. Und wer ist der Gott der Lüfte? Paulus schreibt in Eph. 2,2: In welchen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Gewalt und der Luft, des Geistes, der jetzt - also besonders heute - wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams.


Die Verwandtschaft des Demetrius

Nun kommen wir zu Demetrius. Sein Name leitet sich von der griechischen Göttin Demeter ab, die die Rolle der Muttergöttin inne hatte, die heute von der katholischen Maria eingenommen wird, die aber nichts mit jener Maria zu tun hat, die den Messias geboren hatte, denn jene Maria sprach zum Engel: Siehe, ich bin die Magd des Herrn, d.h. die Magd des Kyrios. Demeter und damit auch die katholische Maria gehören zu den chthonischen Göttern. Das Wort chthonisch bedeutet: der Erde zugehörig und dazu gehört auch Demetrius und jene Menschen, wie sie in der Offenbarung beschrieben werden. Offenbarung 3,10: Gott wird Philadelphia bewahren, denn es kommt die Stunde der Versuchung über den ganzen Erdkreis, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen. Gott übt Rache in Offenbarung 6,10 an den Menschen, die auf der Erde wohnen, weil sie das Blut der Zeugen Jesu vergossen haben, auch Demetrius gehört zu jenen Menschen. Das Ganze ist noch steigerungsfähig. Offenbarung 8,13: Wehe, wehe denen, die auf der Erde wohnen, wegen der übrigen Stimmen der Posaune der drei Engel, die - ganz sicher - posaunen werden.

Alle haben es dem Demetrius bezeugt und das übrigens passiv, so steht es im griechischen Text, d.h., die Gläubigen haben durch ihren Wandel dem Demetrius die Wahrheit vorgelebt. Und auch die Wahrheit selbst hat Woche für Woche in den Gottesdiensten, auf den Straßen und im Internet von sich reden gemacht. Aber nein, Demetrius wollte und will nicht hören. Man muss es um der Wahrheit willen aussprechen: Wer nicht hören will, der muss fühlen und das auf ewig. Achtung! Das Verderben wird plötzlich über jene kommen, die auf der Erde wohnen.


Wie wir gesehen haben, deuten alle drei Namen, der Name Gaio, der Name Diotrephes und auch der Name Demetrius auf die Endzeit, die wo stattfindet? Auf der Erde. Die ersten Wehen habe wir alle in den letzten drei Jahren hautnah erfahren. Die Erde - Geo - lässt sich mehr und mehr von Jupiter, dem Gott der Lüfte, ernähren und huldigt ihm und der Muttergöttin dann bis zum bitteren Ende. Apropos Muttergöttin! Sie ist es, die in der Offenbarung als die Mutter der Huren und als das Greuel der Erde bezeichnet wird.

Endzeit!


Berlin. den 27. Oktober 2022


Nachtrag

Nach dem wir das Skript veröffentlicht hatten, erhielten wir am darauffolgenden Tag dazu eine Nachricht via Telegram. Die Nachricht bestätigt, ohne dass wir von dem Artikel Kenntnis hatten, dass unsere Interpretation zutreffend ist. Wir halten es immer so: Wir studieren einen Bibeltext gründlich, ohne vorher irgendwelche anderen Meinungen oder Interpretationen dazu einzuholen. Allerdings kann es durchaus sein, dass wir durch einen Artikel oder auch Vortrag auf eine Sache aufmerksam gemacht werden, die wir dann bearbeiten. Nun aber zu der Nachricht, die wir heute erhalten haben.

Auf Wikipedia findet sich ein Artikel der überschrieben ist mit "Gaia-Hypothese". Das Wort Gaia ist die weibliche Entsprechung zu Gajus oder griechisch Gaio. Da wir keine LINKs setzen, einfach selbst recherchieren, das dürfte nicht schwer sein oder? Am bestern "Gaia-Hypothese" in die Suchmaschine eingeben. Der Artikel müsste auf den forderen Plätzen der Suchtreffer liegen, auch deshalb, weil Geia (Gaio oder Geo) zu ihrer Agenda gehört.


Berlin, den 28. Oktober 2022


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